05.02.26
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder CDU) hat letzte Woche gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der DB InfraGO AG, Philipp Nagl sowie Vertretern aus Parlament und Ländern Finanzierungsvereinbarungen für Schienenprojekte im Gesamtumfang von 2,5 Milliarden Euro bekanntgegeben. Bei einem gemeinsamen Termin im Verkehrsministerium in Berlin wurden die einzelnen Maßnahmen vorgestellt.
Bundesminister Patrick Schnieder: „Wir investieren weiter kräftig in die Modernisierung und den Ausbau der Schiene. Neben der Sanierung des Netzes, die absolute Priorität genießt, dürfen wir den Aus- und Neubau nicht vernachlässigen. Denn schon heute ist insbesondere auf den stark nachgefragten Strecken kaum Platz für zusätzlichen Züge. Umso wichtiger ist es, heute die richtigen Weichen für die Mobilitätsbedürfnisse von morgen zu stellen. Viele Projekte werden zeitnah die Baureife erlangen. Es ist unerlässlich, dass wir dann alle finanziellen Spielräume nutzen. Dringend benötigte und baureife Projekte nicht umzusetzen und damit die Bedarfe von Wirtschaft und Menschen künftig nicht decken zu können, können wir uns am allerwenigsten leisten.“
Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG: „Investitionen in Infrastruktur sind Investitionen in die Zukunft. Ich freue mich sehr, dass der Bund neben den Rekordsummen für die Sanierung und Modernisierung des Bestandsnetzes auch die Finanzierung wichtiger Neu- und Ausbauprojekte sicherstellt. So können Reisende, Anwohner und Transporteure auf der Schiene von neuen Anlagen, mehr Lärmschutz und mehr Kapazität profitieren. Neben den Projekten in Berlin und in mehreren Regionen Ostdeutschlands entsteht mit dem Pfaffensteigtunnel ein wichtiger Baustein für den Deutschlandtakt auf der Gäubahn und ein weiteres Puzzleteil für Stuttgart 21.“
Lärmschutzmaßnahmen am östlichen Berliner Außenring: Mit der Freigabe von mehr als 65 Millionen Euro wurde der Weg für die freiwillige Förderung des Bundesministeriums für Verkehr in Zusammenarbeit mit der Berliner Senatsverwaltung von Lärmschutzmaßnahmen am besonders belasteten östlichen Berliner Außenring geebnet.
Außerdem hat der Bund die Finanzierung des Pfaffensteigtunnels im Raum Stuttgart sichergestellt. Der Tunnel ist Teil des Ausbaus der Gäubahn und damit ein entscheidendes Element zur Modernisierung der Schieneninfrastruktur im Südwesten. Für das Tunnelprojekt stehen im Bundeshaushalt mit der Finanzierungsvereinbarung rund 1,7 Milliarden Euro bereit.
Darüber hinaus investiert man rund 200 Millionen Euro zur Ertüchtigung und zum Ausbau des Eisenbahnknotens Zwickau. Zudem wurden weitere Investitionen in Höhe von rund 339 Millionen Euro zum Ausbau von Strecken und Bahnhöfen in den ehemaligen Kohlerevieren auf den Weg gebracht. Im Rahmen des Programms „Elektrische Güterbahnen“ ist auch die Elektrifizierung der rund 19 Kilometer langen Strecke zwischen Gerstungen und Heimboldshausen vorgesehen.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de