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DB AG trauert um ermordeten Zugbegleiter Serkan C.

06.02.26

Die Deutsche Bahn trauert um den ermordeten Nahverkehrsschaffner Serkan C., der von einem Schwarzfahrer in Rheinland-Pfalz getötet wurde. Bahnchefin Evelyn Palla: „Ich bin entsetzt und empört über die schreckliche Gewalttat gegen unseren Kollegen. Serkan C. hat am frühen Montagabend nur seinen Job gemacht: Er hat als Kundenbetreuer im Nahverkehr bei DB Regio Fahrkarten kontrolliert. Dabei wurde er auf der Fahrt zwischen Kaiserslautern und Saarbrücken von einem Fahrgast ohne Fahrkarte auf brutalste Weise angegriffen.“

Serkan C. war alleinerziehender Vater von zwei Söhnen im Alter von elf und 13 Jahren. Palla: „Der tragische Tod macht mich fassungslos und traurig. Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen von Serkan C., seinen Freunden und seinen Kolleginnen und Kollegen. Wir alle bei der Deutsche Bahn verurteilen aufs Schärfste diesen schrecklichen Gewaltexzess und den völlig sinnlosen Tod des Kollegen. Wir alle müssen uns die Frage stellen, warum kommt es immer wieder zu solchen Gewaltausbrüchen? Wir, die Politik, die Gesellschaft, müssen Antworten geben. Heute ist ein schwarzer Tag für alle Eisenbahnerinnen und Eisenbahner im Land. Wir bei der Bahn trauern.“

Harmen van Zijderveld, Vorstand von DB Regio: „Nach dem Tod unseres Kollegen Serkan C. stehen wir Eisenbahnerinnen und Eisenbahner zusammen. Nicht nur bei DB Regio, sondern bei der Bahn insgesamt trauern wir um einen unserer Kundenbetreuer, der durch eine sinnlose und brutale Tat sein Leben verloren hat. Mir war es wichtig, dass ich heute zusammen mit Ralf Damde, dem Betriebsratsvorsitzenden von DB Regio, und mit Silke Janser, der Chefin von DB Regio Mitte, in der Einsatzstelle von Serkan C. in Mannheim war.“

Harmen van Zijderveld: „Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dort haben wir des Kollegen gedacht. Vielen hier war er persönlich ein Freund. Wir alle müssen uns fragen, warum es immer wieder zu solchen Gewaltausbrüchen kommt. Und wir müssen Antworten darauf geben, wie wir – die Gesellschaft, die Politik, die DB als Arbeitgeberin – damit umgehen. Wir können nicht tatenlos zusehen, wenn die Hemmschwelle für Gewalt in unserer Gesellschaft immer weiter sinkt.“

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de