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EVS-Netz wird elektrifiziert

09.02.26

Die Infrastruktur der EVS Euregio Verkehrsschienennetz GmbH soll elektrifiziert werden. Möglich machen das Fördergelder des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen. Der symbolische erste Spatenstich fand letzte Woche durch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) und Landesverkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) statt. Von den geplanten Gesamtkosten in Höhe von 46,3 Millionen Euro übernimmt der Bund im Rahmen des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes den Löwenanteil mit neunzig Prozent der Förderung. Das Land bezuschusst die Maßnahme mit einem Anteil von fünf Prozent. Gemeinsam steuern Bund und Land 42,8 Millionen Euro bei. Den Rest finanziert die EVS aus Eigenmitteln.

„Elektrifizierungen sind eine bedeutende Säule in der Förderung und für den Ausbau des Schienenpersonennahverkehrs“, sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder im Rahmen seines Grußworts. „Ein leistungsfähiger Schienenpersonennahverkehr leistet nicht nur in den Metropolen, sondern auch im ländlichen Raum einen spürbaren Beitrag für die Mobilität der Menschen. Solche Maßnahmen zu unterstützen, ist mir persönlich und der gesamten Bundesregierung ein Anliegen.“

In der anschließenden Talkrunde betonte sein Landeskollege Oliver Krischer: „Elektrische Züge sind umweltfreundlicher, leiser und verlässlicher. Dass wir die Förderung des Bundes für die Elektrifizierung des EVS-Netzes ergänzen können, freut mich sehr. Die Fahrgäste der euregiobahn werden einen spürbaren Vorteil haben. Mehr Umweltschutz, mehr Zuverlässigkeit: Das sind gute Argumente, die Menschen zum Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr zu bewegen.“

Das Netz der EVS, auf dem die euregiobahn (RB 20) verkehrt, umfasst aktuell eine Gesamtlänge von etwa 47 Kilometern und 21 Haltepunkte. Es schließt an das überregionale DB-Netz an. Mit der geplanten Errichtung einer Oberleitung an den drei Strecken des Grundnetzes und dem Einbau der notwendigen technischen Ausstattung können perspektivisch auf dem EVS-Netz Elektrozüge verkehren. Diese sind nicht nur lokal emissionsfrei unterwegs, sondern bieten durch ihre Sprintstärke auch die Möglichkeit, Fahrzeiten zu verkürzen und eventuelle Verspätungen zu kompensieren.

Städteregionsrat Tim Grüttemeier (CDU): „Strom statt Diesel wird schon bald das Motto auf den Strecken in der StädteRegion Aachen sein. Das vereint ökologische Verantwortung mit ökonomischer Weitsicht. Denn im Betrieb sind Elektrozüge sowohl sparsamer als auch schneller und umweltfreundlicher. Deshalb danke ich Bund und Land für die sehr wichtige und zukunftsorientierte Förderung.“

Auch Norbert Reinkober, Geschäftsführer des Aufgabenträgers go.Rheinland, zeigt sich zufrieden: „43 Millionen Euro von Bund und Land werden helfen, den Nahverkehr im Raum Aachen und in der Städteregion auf ein neues Level zu heben. Dankbar bin ich auch der EVS, die die Elektrifizierung mit einem Eigenanteil von rund 3,5 Millionen Euro mitfinanziert.“

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de