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Darmstadt: TINA wird entrümpelt

10.02.26

Die Ergebnisse der jüngsten Modifikationen und Messfahrten der TINA-Straßenbahn in Darmstadt liegen jetzt vor. Sie bestätigen auch in Darmstadt die Wirksamkeit der neuen technischen Maßnahmen zur signifikanten Reduktion von Erschütterungen im Fahrbetrieb: Am Messpunkt mit den bislang größten Auffälligkeiten beträgt die Reduktion der bewerteten Schwingstärke bis zu 51 Prozent – durchschnittlich beträgt die Reduktion 33 Prozent.

Stadler berichtet über den Fortschritt bei der Reduktion von Erschütterungen entlang der Darmstädter Straßenbahnstrecken. Nach technischen Modifikationen am Fahrwerk der TINA-Straßenbahn liegen nun die ausgewerteten Ergebnisse der im Dezember durchgeführten Messfahrten vor. Sie belegen, dass die ergriffenen Maßnahmen mittels Optimierung des Rades in Darmstadt messbar wirken und – in Abhängigkeit zu den baulichen Gegebenheiten – zu einer deutlichen Reduktion der Erschütterungen beitragen.

Die Untersuchungen wurden von einem unabhängigen und akkreditierten Prüfinstitut gemäß den einschlägigen Normen durchgeführt und anschließend detailliert ausgewertet. Die Messfahrten fanden im Dezember an drei repräsentativen Abschnitten im Darmstädter Straßenbahnnetz statt. Die Auswahl der Messorte erfolgte dabei durch Stadler nach technischen Kriterien. An allen Messorten war in einem früheren Gutachten der HEAG mobilo schon einmal gemessen worden.

Dabei hatte es an einem Messort an der Wilhelm-Leuschner-Strasse besonders hohe Messwerte der TINA-Fahrzeuge im Vergleich zu den Altfahrzeugen gegeben. Gefahren wurde mit einem modifizierten TINA-Fahrzeug sowie TINA-Referenzfahrzeugen, um die Wirkung der Änderungen unter vergleichbaren Bedingungen zu erfassen. Die Erhebungen erfolgten in Gebäuden entlang der Strecke nach dem Standard der DIN 4150 Die Auswertung der umfangreichen Rohdaten, die Berechnung der entsprechenden Kennwerte, ihre fachliche Plausibilisierung und die anschließende Beurteilung nimmt üblicherweise mehrere Wochen in Anspruch, so dass Stadler nun in der Lage ist, belastbare und nachvollziehbare Aussagen treffen zu können.

Dieses Vorgehen knüpft an die bereits kommunizierte Methodik an, Erprobungen im realen Netz mit unabhängiger Begleitung vorzunehmen. Die ausgewerteten Daten zeigen insgesamt geringere Erschütterungen mit der modifizierten TINA-Straßenbahn.

Besonders deutlich waren die Reduktionen an der Wilhelm-Leuschner-Straße, wo bei der vorausgegangenen Messung die größten Abweichungen zwischen TINA und den Bestandsfahrzeugen festgestellt worden waren: Die maximale bewertete Schwingstärke konnte hier an einem Messort bis zu 51 Prozent reduziert werden, im Mittel lag die Reduktion bei über 33 Prozent. An den anderen Messorten lagen die gemessenen Schwingstärken auf einem niedrigeren Niveau als an der Wilhelm-Leuschner-Straße, so dass auch die Verbesserungen leider etwas kleiner ausfielen.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de