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VRR: RE 13 bis Eindhoven verzögert

16.02.26

Die Pläne des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR), die Linie RE 13 ab dem Fahrplanwechsel im Dezember in den Niederlanden über den bisherigen Endpunkt Venlo hinaus bis nach Eindhoven weiterzuführen, müssen verschoben werden. Ursächlich sind insbesondere Verzögerungen bei der Fahrzeuglieferung. Parallel verzögern sich notwendige Arbeiten im und um den Bahnhof Venlo.

Bereits seit 2016 arbeitet der VRR gemeinsam mit dem Aufgabenträger Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) sowie dem niederländischen Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft und der Provincie Noordbrabant an der Realisierung dieser internationalen Verbindung. Die bestellten Mehrsystemfahrzeuge vom Typ FLIRT3XL von Stadler sind erforderlich, um den Betrieb sowohl auf deutscher als auch auf niederländischer Infrastruktur durchführen zu können. Ohne diese Fahrzeuge ist ein durchgehender internationaler Betrieb nicht möglich – und genau diese Züge fehlen.

Die Folge: Der RE 13 kann in einer Übergangsphase nur wie bisher zwischen Hamm und Venlo verkehren. Aufgrund der Lieferverzögerungen ist in der Übergangsphase ein Betrieb mit Ersatzfahrzeugen erforderlich, da die bislang eingesetzten Fahrzeuge nach Vertragsende nicht mehr zur Verfügung stehen. Diese Fahrzeuge sind technisch nicht in der Lage, die niederländische Strecke weiter Richtung Eindhoven zu bedienen.

„Wir wissen, wie wichtig diese internationale Verbindung für viele Reisende ist. Umso entscheidender ist es, dass die notwendigen Fahrzeuge schnellstmöglich bereitstehen. Wir appellieren an den Hersteller, die weitere Produktion mit höchster Priorität voranzutreiben. Unser gemeinsames Ziel bleibt eine zuverlässige und attraktive Verbindung zwischen Deutschland und den Niederlanden“, sagt VRR-Vorstandssprecher Oliver Wittke.

Parallel verzögern sich notwendige Arbeiten im und um den Bahnhof Venlo. Diese Maßnahmen sind eine weitere Voraussetzung für den grenzüberschreitenden Betrieb über Venlo hinaus Richtung Eindhoven. Nach derzeitigem Kenntnisstand wird die Umsetzung der Arbeiten in Venlo noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Die niederländischen Partner prüfen gemeinsam mit dem niederländischen Eisenbahninfrastrukturunternehmen ProRail und den beteiligten Eisenbahnunternehmen Möglichkeiten, den Zeitraum der Einschränkungen zu überbrücken und Abläufe zu beschleunigen, damit sich die Umsetzung nicht weiter bis möglicherweise in die 2030er Jahre verzögert.

VRR und NWL auf deutscher sowie das IenW und die Provincie Noordbrabant auf der anderen Seite der Grenze arbeiten weiterhin intensiv daran, die internationale Verbindung Eindhoven – Hamm so schnell wie möglich zu realisieren. „Alle beteiligten Institutionen stehen in engem Austausch, um die bestmögliche Lösung für die Fahrgäste auf beiden Seiten der Grenze zu erreichen. Wir verfolgen gemeinsam das Ziel, diese wichtige internationale Verbindung so schnell wie möglich Realität werden zu lassen“, so Oliver Wittke.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de