17.02.26
Die Generalsanierung des wichtigen Korridors zwischen Hagen, Wuppertal und Köln ist angelaufen. Nachdem die DB InfraGO 2025 bereits im Zusammenhang mit dem dreigleisigen Ausbau die Sanierung des Korridors zwischen Emmerich und Oberhausen umgesetzt hat, folgt nun die erste großflächige Generalsanierung in Nordrhein-Westfalen. Die Arbeiten sollen bis in die zweite Jahreshälfte andauern.
Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO: „Mit der Sanierung der Strecke zwischen Hagen, Wuppertal und Köln setzen wir unser umfangreiches Bauprogramm konsequent fort. Mitten in Nordrhein-Westfalen bündeln wir auf einer der wichtigsten Nah- und Fernverkehrsachsen ein ambitioniertes Bauvolumen und erneuern dabei Gleise, Weichen und Oberleitung. Ein besonderes Augenmerk legen wir zudem auf zwölf Bahnhöfe entlang der Strecke. Fahrgäste können sich hier künftig auf moderne und attraktive Stationen freuen. Klar ist auch: Diese Sanierung wird ein echter Kraftakt. Ich bin mir jedoch sicher: Auch diese Generalsanierung wird sich lohnen und dafür sorgen, dass die Infrastruktur wieder ein Stück robuster wird und der Zugverkehr deutlich störungsfreier durch Deutschland rollen kann.“
Während der umfassenden Sanierung zwischen Hagen, Wuppertal und Köln sind die vom Schienenpersonenfernverkehr, den RE- und RB-Zügen sowie vom Güterverkehr genutzten Fernbahngleise durchgängig gesperrt. Zusätzlich sind in drei Phasen auch die S-Bahn-Gleise wegen umfassender Arbeiten an den Bahnhöfen nicht nutzbar. Über den gesamten Bauzeitraum kommen auf den betroffenen Nahverkehrs- und S-Bahnlinien Ersatzbusse zum Einsatz. Dabei setzen die DB sowie die Aufgabenträger und Eisenbahnverkehrsunternehmen wie üblich auf einen Mix aus Bussen, die alle Haltestellen anfahren sowie Expressbusse mit ausgewählten Halten.
Die Busse sind in unterschiedlichen Takten von zehn Minuten bis einer Stunde unterwegs. Die genauen An- und Abfahrtszeiten sind in den elektronischen Auskunftsmedien enthalten. Fahrgäste können die Fahrten der Ersatzbusse zudem online über eine LiveMap einsehen. Allerdings: Es gab bereits in den ersten Tagen einen Bus, der sich zwischen Wuppertal und Solingen nicht nur verfahren hat, sondern in einer zu engen Straße feststeckte. Es dauerte etwa zwölf Stunden, bis der Bus abgeschleppt wurde. Dadurch, dass es die einzige Zufahrt zu einem Wohngebiet war, kamen auch die Anwohner weder rein noch raus.
Doch unabhängig davon ist die Baumaßnahme natürlich nicht nur wichtig, sondern auch unvermeidbar. Oliver Krischer (Grüne), Landesverkehrsminister in Nordrhein-Westfalen: „Die Generalsanierungen sind notwendig, um lange aufgeschobene Modernisierungen nachzuholen und in die Zukunft zu investieren. Das verlangt den Menschen in Nordrhein-Westfalen gerade sehr viel Flexibilität und Geduld ab, aber auch die Aussicht auf Verbesserungen. Sie alle sollen am Ende spürbar mehr Qualität, Kapazität und Verlässlichkeit erhalten.“
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de