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Massiver Hackerangriff auf die DB AG

23.02.26

Die Vertriebssoftware der DB AG war letzte Woche erheblichen Hackerangriffen aufgesetzt. Die Attacke hat sich gezielt gegen den Konzern gerichtet und ist in mehreren Wellen erfolgt, das Ausmaß war erheblich. Die Abwehrmechanismen haben gegriffen, jedoch konnten die gesamten digitalen Vertriebswege für mehrere Stunden lahmgelegt werden. Zu Spekulationen und Hintergründen hat sich die DB AG nicht geäußert. Man stehe im engen Austausch mit den zuständigen Sicherheitsbehörden des Bundes.

Oberste Priorität hat weiterhin der Schutz der Kundendaten und die Verfügbarkeit unserer Auskunfts- und Buchungssysteme, auf die über IT-Schnittstellen zusätzlich zu bahn.de und dem DB Navigator auf weiteren Plattformen hunderttausende Reisende in Deutschland zugreifen. Laut DB AG handelte es sich um eine DDoS-Attacke (Distributed Denial of Service), die ab Dienstagmittag begann.

Bei einer DDoS-Attacke wird ein Zielsystem mit extrem vielen Anfragen gleichzeitig überflutet, sodass es überlastet wird und normale Nutzer nicht mehr darauf zugreifen können. Die Angriffe kommen nicht nur von einem einzelnen Computer, sondern von vielen verschiedenen Geräten gleichzeitig. Oft handelt es sich dabei um ein sogenanntes Botnetz: tausende infizierte Geräte (PCs, Server, manchmal auch IoT-Geräte wie Kameras oder Router), die vom Angreifer ferngesteuert werden mit dem Ziel, das Angriffssubjekt unbrauchbar zu machen.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de