24.02.26
Die Ticketlandschaft im baden-württembergischen ÖPNV wird übersichtlicher. Ab dem 1. April wird im BWTarif nur noch ein Tagesticket angeboten: das Baden-Württemberg-Ticket. Verbundüberschreitende Fahrten sollen so noch einfacher werden. Bislang mussten Fahrgäste aus acht unterschiedlichen Tagestickets das passende Angebot auswählen. Mit der Reduzierung des Sortiments gehen Verbesserungen beim Baden-Württemberg-Ticket einher: Es gilt ab dem 1. April bereits ab 0 Uhr bis 3 Uhr des Folgetags – auch unter der Woche.
Bislang mussten Fahrgäste für Fahrten, die vor 9 Uhr starten, montags bis freitags an Werktagen das teurere bwTAG kaufen. Gleichzeitig wird das Ticket günstiger: Eine Person zahlt zukünftig 27 Euro und damit einen Euro weniger als bisher. Wie gewohnt ist das Ticket für bis zu fünf Personen erhältlich, bis zu drei Kinder von 6 bis einschließlich 14 Jahren können kostenlos mitfahren. Das Baden-Württemberg-Ticket ist im ganzen Land sowie auf einzelnen Strecken darüber hinaus gültig.
„Fahrgäste müssen künftig nicht mehr überlegen, welches Tagesticket in ihrer Situation passt. Denn das Baden-Württemberg-Ticket ist unabhängig von Start, Ziel oder Abfahrtszeit immer gültig. Lange Recherchen und Unsicherheit gehören damit der Vergangenheit an“, sagt Rüdiger Schmidt, Geschäftsführer der zuständigen Baden-Württemberg-Tarif Gesellschaft. „Vor allem Neueinsteiger im ÖPNV können so sicher sein, immer das richtige Ticket in der Tasche zu haben.“
Das Metropol-Tagesticket zum Preis von 26 Euro für den Großraum Stuttgart sowie das RegioXTicket für 23 Euro für die vier Verbünde im Raum Karlsruhe werden ab dem 1. April nicht mehr angeboten. Dasselbe gilt für die jeweils ganztägig gültigen PLUS-Varianten der beiden Tickets zum Preis von 32 bzw. dreißig Euro. Fahrgäste, die nur in einem sehr begrenzten Gebiet unterwegs sind, können auf die günstigeren Tagestickets der Verkehrsverbünde zurückgreifen.
Wer verbundübergreifend fährt, müsste jedoch mehrere Tagestickets verschiedener Verbünde kombinieren. Das Baden-Württemberg-Ticket bleibt daher die einfachste Möglichkeit, Busse und Bahnen im Land ohne Tarifgrenzen zu nutzen. Mit der Zusammenführung verfolgt die BW-Tarif Gesellschaft das Ziel, ihr Angebot noch einfacher, transparenter und für alle Fahrgäste leicht verständlich zu gestalten. Erst im Dezember 2025 wurden in diesem Zuge die Regelungen für die Kindermitnahme bei den bwtarif-Tickets vereinheitlicht.
Zuständig für den bwtarif ist die Baden-Württemberg-Tarif GmbH mit Sitz in Stuttgart. Sie wird von den Aufgabenträgern des SPNV, also dem Land Baden-Württemberg und dem Verband Region Stuttgart, sowie von den Eisenbahnverkehrsunternehmen im baden-württembergischen SPNV getragen. Hauptaufgabe der Gesellschaft ist es, den bwtarif und dessen laufende Weiterentwicklung zu steuern. Hierzu zählen beispielsweise Dienstleistungen im Bereich der Tarifgestaltung, der Organisation des Vertriebs und der Einnahmeaufteilung.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de