02.03.26
Nachdem die Fahrgastzahlen in den Jahren 2023 und 2024 nahezu konstant geblieben waren, konnte die Kölner Verkehrsbetriebe AG im Jahr 2025 wieder ein leichtes Fahrgastplus verbuchen. Rund 237,5 Millionen Fahrten wurden im vorigen Jahr mit den Bahnen und Bussen des Unternehmens unternommen, etwa 1,3 Millionen (0,6 Prozent) mehr als 2024. Die Zahl der Zeitkarteninhaber ist von 334.700 auf 354.800 (plus sechs Prozent) gestiegen.
„Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung und danken unseren Fahrgästen für ihre Treue angesichts einer nach wie vor noch nicht zufriedenstellenden Betriebsqualität“, so Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks. „Die betrieblichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für unser Unternehmen waren 2025 unverändert schwierig. Aber wir sind vor allem bei der Personalgewinnung, der Fahrpersonalausbildung, der Modernisierung unserer Fahrzeugflotte und der Kundeninformation wesentliche Schritte gegangen, um unsere Position als der umwelt- und klimafreundliche Mobilitätsdienstleister in Köln und der Region zu stärken.“
Die erfreulichste Nachricht: Die Anstrengungen bei der Personalgewinnung und die Erweiterung der Ausbildungskapazitäten im Fahrdienst zeigen bemerkenswerte Erfolge. Stefanie Haaks: „Die Personalsituation hat sich 2025 deutlich entspannt. Im Busbereich haben wir im Sommer bereits alle Fahrplaneinschränkungen zurückgenommen, und auch bei der Stadtbahn konnten wir Anfang 2026 wieder zusätzliche Fahrten in den Abendstunden und am Wochenende anbieten.“
Haaks: „Dass wir im Stadtbahn-Betrieb noch nicht wieder den kompletten Regelfahrplan anbieten können, hängt mit der nach wie vor unbefriedigenden Fahrzeug-Verfügbarkeit zusammen. Die Auslieferung der neuen Stadtbahn-Fahrzeuge verzögert sich bekanntermaßen um Jahre. Stadtbahnen, die eigentlich ausgemustert werden sollten, müssen für erhebliche Summen ertüchtigt werden, und die Probleme bei der Ersatzteilbeschaffung verschärfen die Situation zusätzlich.“
Die Steigerung der Fahrgastzahlen ist im Wesentlichen auf eine Zunahme des Deutschlandtickets sozial zurückzuführen (ein Plus von rund einer Million Fahrten). Beim Deutschlandticket Job gab es einen leichten Rückgang, der jedoch durch Steigerungen des regulären D-Tickets mehr als ausgeglichen wurde. Mehr als 97 Prozent der Stammkunden sind inzwischen mit einem Deutschlandticket unterwegs.
2025 hat man zudem die Erneuerung der Fahrzeugflotte vorangetrieben: Das Schweizer Unternehmen Stadler erhielt den Zuschlag für 132 Hochflur-Stadtbahnen, von denen die ersten 2029 geliefert werden sollen. Bei Jebsen & Jessen e-Mobility wurden 78 E-Busse des Herstellers Irizar e-mobility bestellt – die bislang größte Beschaffung des Unternehmens im Busbereich. Die erste Auslieferung soll im Oktober 2026 erfolgen. Gleichzeitig wurde eine Sicherheitspartnerschaft mit der Polizei und dem Ordnungsamt der Stadt Köln etabliert, die auch gemeinsame Bestreifungen vorsieht.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de