04.03.26
Die Ruhrbahn GmbH gehört zu den Verkehrsunternehmen, die vom Förderaufruf zur Unterstützung alternativer Antriebe im Busverkehr profitieren. Geschäftsführer Ahmet Avsar nahm die Förderurkunde persönlich entgegen. Die Ruhrbahn erhält eine Zuwendung in Höhe von rund 11,6 Millionen Euro zur Beschaffung von 52 modernen Brennstoffzellenbussen mit Wasserstoffantrieb. „Das ist ein starkes Signal für unsere Region“, betont Avsar.
Ahmet Avsar: „Mit den neuen Wasserstoffbussen entwickeln wir unser Mobilitätsangebot konsequent weiter – leistungsfähig, flexibel und zukunftssicher. Für unsere Fahrgäste bedeutet das vor allem verlässliche Mobilität im Alltag. Wir investieren damit auch gezielt in die Zukunftsfähigkeit des Ruhrgebiets.“
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU): „Mit rund 11,6 Millionen Euro Förderung für 52 neue Wasserstoffbusse stärken wir einen modernen und klimafreundlichen Nahverkehr im Ruhrgebiet. Wasserstoff bietet gerade in dicht vernetzten Regionen hohe Reichweiten, kurze Betankungszeiten und große betriebliche Flexibilität. Deshalb unterstützen wir die Verkehrsunternehmen dabei, ihre Flotten Schritt für Schritt zu modernisieren – für saubere Mobilität, wirtschaftliche Stärke und verlässliche Angebote für die Menschen vor Ort.“
Die 52 neuen Solo-Brennstoffzellenbusse ersetzen schrittweise ältere Dieselfahrzeuge und werden auf unterschiedlichen Linien im Bediengebiet der Ruhrbahn eingesetzt. Wasserstoffbusse bieten hohe Reichweiten, kurze Betankungszeiten und eine größere betriebliche Flexibilität. Damit eignen sie sich besonders für ein dichtes und vielfältiges Linienangebot wie im Ruhrgebiet. Zugleich überzeugen die Fahrzeuge durch ein ruhiges Fahrverhalten, eine hohe Fahrgastkapazität und eine moderne Ausstattung.
So verbindet die neue Flottengeneration innovative Technologie mit konkretem Mehrwert im täglichen Betrieb. Grundlage der Investition ist eine umfassende aktualisierte Analyse zur langfristigen Ausrichtung der Busflotte. Im Rahmen des Projektes „H2 Zero Emission“ wurden Batterie- und Wasserstoffantriebe systematisch miteinander verglichen. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen der Ruhrbahn erweist sich der Brennstoffzellenantrieb auf einem Großteil der Linien als wirtschaftlich und organisatorisch besonders geeignet. Neben Kostengesichtspunkten waren Reichweite, Einsatzflexibilität und Kapazität entscheidende Faktoren für die strategische Entscheidung.
Allerdings müssen die Busse noch immer in andere Städte zum tanken gebracht werden, da die Ruhrbahn aktuell noch über keine Wasserstofftankstelle verfügt. Das soll sich relativ zeitnah ändern, wobei abzuwarten bleibt, ob es bei der Umsetzung zu neuerlichen Verzögerungen kommt. Bereits seit 2025 sind 19 wasserstoffbetriebene Linienbusse im Bedienungsgebiet der Ruhrbahn im Einsatz. Weitere sieben Wasserstoffbusse werden voraussichtlich noch bis Ende 2026 ausgeliefert und in Betrieb genommen und können dann hoffentlich auch vor Ort betankt werden.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de