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Schwebebahn Dresden in Frühjahrsrevision

04.03.26

Im Rahmen der gesetzlich geforderten Überprüfung wird im Zuge der Revision an der Schwebebahn großes Augenmerk auf den Zustand der 33 Stahlstützen und des Fahrschienenträgers gelegt, an dem die beiden Wagen hängen. Dazu werden die Elektrik, die Seilbahnsteuerung sowie alle Teile des Fahrwerks überprüft. Durch die „schwebende“ Aufhängung der Bahn befindet sich das Fahrwerk auf dem jeweiligen Wagendach. Den eigentlichen Kern der Frühjahrsrevision bildet der nach vier Jahren gesetzlich vorgeschriebene „Seilendenverguss“.

Dabei werden die beiden Enden des 410 Meter langen und 38 Millimeter dicken Zugseils, die an den jeweiligen Wagen befestigt sind, rund 30 Zentimeter gekürzt und durch eine Spezialfirma neu vergossen. Der neue Verguss verhindert, dass sich die insgesamt 216 Einzeldrähte des Zugseils nicht entflechten und dessen Stabilität erhalten bleibt. Der nächste „Seilendenverguss“ ist erst wieder 2030 notwendig.

Aufgrund der Anlagenkenntnis werden die meisten Wartungsarbeiten von den Mitarbeitern der Bergbahn durchgeführt. Lediglich für den „Seilendenverguss“ oder zur Herstellung von Ersatzteilen zieht man Spezialfirmen zu Rate. Wegen des Umfangs der Instandsetzungsarbeiten dauert die Revision diesmal drei Wochen statt der sonst üblichen 14 Tage. Den Abschluss bildet die jährliche TÜV-Prüfung der Schwebebahn. Der Betrieb geht am Samstag, den 14. März um zehn Uhr wieder los.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de