06.03.26
Die Düsseldorfer Rheinbahn AG profitiert von der jüngsten Förderrunde des Bundes für Elektrobusse. Mit einer Bundesförderung in Höhe von 15 Millionen Euro wird das Unternehmen aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt 75 Akkubusse beschaffen. „Die Förderung ist ein starkes Signal und ein wichtiger Baustein für unsere Fahrzeug- und Nachhaltigkeitsstrategie“, sagt der Tomasz Karbowski, Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung und Bereichsleiter Fahrzeuge bei der Rheinbahn.
Karbowski: „Ein besonderer Dank gilt dem Ministerium sowie den beteiligten Kolleginnen und Kollegen. Das Projekt konnte nur durch die enge Zusammenarbeit mit dem Fördermittelmanagement realisiert werden – von der Antragstellung über die Bewilligung bis zur Umsetzung.“
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) sagt: „Mit der Förderung von 75 Elektrobussen stärken wir den öffentlichen Personennahverkehr in Düsseldorf. Moderne Busse sorgen für leise und emissionsarme Mobilität im Alltag der Menschen. Wir unterstützen die Verkehrsunternehmen dabei, ihre Angebote zuverlässig und zeitgemäß weiterzuentwickeln. Das ist eine Investition, die bei den Fahrgästen direkt ankommt.“
Die Ausschreibung für die Fahrzeuge ist noch für dieses Jahr vorgesehen. Nach aktueller Planung soll die Auslieferung ab Ende 2028 erfolgen. Die neuen E-Busse werden dann in Benrath stationiert und geladen. Bis Ende der 2020er Jahre will die Rheinbahn ihren Betriebshof dort vollständig auf E-Mobilität umrüsten. Die neuen E-Busse spielen eine wichtige Rolle in der langfristigen Fuhrpark-Strategie der Rheinbahn. „Wir treiben die Elektrifizierung der Busflotte konsequent voran, um moderne, emissionsfreie Fahrzeuge in den Linienbetrieb zu bringen“, so Karbowski.
Bereits Ende 2025 präsentierte Karbowski gemeinsam mit Christian Finke, Bereichsleiter Betrieb, die ersten beiden von zwanzig E-Bussen aus der Bestellung von VDL. Im Laufe des ersten Halbjahres 2026 werden insgesamt 15 Gelenk- und fünf Solofahrzeuge des niederländischen Herstellers in den Linienbetrieb gehen. Sie sind auf dem Betriebshof Heerdt im kürzlich eröffneten E-Bus-Port stationiert. Vom zweiten Quartal 2026 bis zum zweiten Quartal 2027 ist zudem die Auslieferung der Ende 2024 bestellten vierzig E-Busse (15 Gelenk- und 25 Solofahrzeuge) von Daimler vorgesehen.
Damit ist dann der E-Bus-Port in Heerdt mit seinen insgesamt 60 Ladeplätzen vollständig besetzt. Insgesamt wird die Rheinbahn damit im Jahr 2027 über siebzig batteriebetriebene Busse verfügen – einschließlich der zehn Fahrzeuge des Herstellers Irizar, die bereits länger im Einsatz sind.
Mit der nun geförderten Erweiterung um 75 E-Busse setzt das Unternehmen den eingeschlagenen Kurs zur Elektrifizierung konsequent fort. Allerdings: Auch in Zukunft bedarf die Abkehr vom konventionellen Dieselbus dauerhaft Fördergeldern vom Bund oder den Ländern. Die kommunalen Verkehrsunternehmen sind nicht in der Lage, die entstehenden Mehrkosten vollständig aus Eigenmitteln zu finanzieren.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de