11.03.26
Der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen e.V. (WBO) begrüßt die vom Land Baden-Württemberg fortgeführte Busförderung und deren finanzielle Aufstockung, bedauert jedoch und zeigt sich überrascht, dass die Beschaffung herkömmlicher Dieselbusse erstmals gänzlich aus der Förderung fällt und der Einsatz klimaschonender synthetischer Kraftstoffe wie HVO 100 insbesondere im ländlichen Raum damit an Rückenwind verliert.
WBO-Geschäftsführerin Yvonne Hüneburg: „Im ländlichen Raum ist der Dieselbus oft nach wie vor alternativlos. Deshalb ist es bedauerlich, dass die Anschaffung von Dieselbussen mit neuester Abgastechnologie keine Berücksichtigung mehr findet. Mit diesen Fahrzeugen lassen sich in Verbindung mit HVO 100 schnell und vergleichsweise kostengünstig CO2-Emissionen reduzieren.“
Hüneburg: „Die Verwendung von HVO 100 trägt zur Erfüllung der Sauberen-Fahrzeuge-Quote gemäß der Clean Vehicles Directive bzw. des Saubere-Fahrzeuge-Beschaffungs-Gesetzes bei – Baden-Württemberg erfüllte im ersten Referenzzeitraum (2021 bis 2025) die gesetzlichen Vorgaben bei den sauberen Fahrzeugen nicht. Umso überraschter sind wir nun vom plötzlichen Aus – gerne hätten wir das mit dem Verkehrsministerium vorab fachlich erörtert. Im Sinne eines effizienten Klimaschutzes wäre es sinnvoll gewesen, die Beschaffung emissionsarmer Dieselbusse auch weiterhin zu fördern.“
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de