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VGF baut Verkehrsmuseum aus

12.03.26

Der Aufsichtsrat der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH (VGF) hat in seiner Sitzung Anfang März die angepasste Planung zum Projekt „Neubau Verkehrsmuseum“ bestätigt. Die Grundlage wurde bereits im Oktober 2023 gelegt. Die VGF hat den zu diesem Zeitpunkt zugrunde gelegten Kostenrahmen auf Basis des fortgeschrittenen Planungsstands überprüft und aktualisiert. Für die Arbeiten werden Mittel in Höhe von 10,4 Millionen Euro veranschlagt.

„Wir wollen das Verkehrsmuseum mit seiner in Deutschland einzigartigen Sammlung erhalten. Hierzu haben wir die Voraussetzungen geschaffen, um an seinem traditionsreichen Standort in Schwanheim neu zu bauen“, sagte Aufsichtsratsvorsitzender und Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert (Grüne). „Leider ruht der Museumsbetrieb aufgrund der bei alten Gebäuden nicht seltenen Brandschutzproblematik seit 2021, aber es besteht Konsens, dass wir das Museum erhalten und der Öffentlichkeit schnellstmöglich wieder zugänglich machen wollen.“

„Die VGF blickt auf eine sehr lange Tradition des öffentlichen Verkehrs in Frankfurt zurück, angefangen 1872 mit der Pferdebahn und weitergehend mit der ersten ‚Elektrischen‘ 1884. Von beiden Fahrzeugen stehen Original-Exponate im Museum. Wir freuen uns, diese Geschichte künftig in einem angemessenen und besucherfreundlichen Rahmen wieder zeigen zu können. Der attraktive Neubau in Schwanheim und die nicht weniger sehenswerte Erweiterung der Osthalle werden uns das möglich machen“, so Steffen Geers, Technischer Geschäftsführer der VGF.

Die VGF betreibt im Frankfurter Stadtteil Schwanheim seit 1984 ihr Verkehrsmuseum. Der operative Museumsbetrieb, die Pflege und Weiterentwicklung von Exponaten und Ausstellungen sowie das Verkehrsarchiv werden in ehrenamtlicher Arbeit durch den Verein „Historische Straßenbahn der Stadt Frankfurt am Main e. V.“ (HSF) organisiert. Das gilt auch für die zahlreichen Veranstaltungen mit historischen Fahrzeugen, die die VGF fahrbereit hält: den Nikolaus-Express, den Osterhasen-Express oder Sonderfahrten zu verschiedenen Jubiläen.

Das Museum befindet sich in einer Wagenhalle aus dem Jahr 1900, welche in den Jahren 1983/1984 und 1989 durch den Anbau von zwei zweigeschossigen Flügeln erweitert wurde. Auch die Osthalle auf dem Gelände wurde in das Museum integriert und gehört heute zusammen mit dem alten Bahnhofsgebäude, das auch zu Museumszwecken genutzt werden soll, zum Ensemble an der Rheinlandstraße.

Im alten Gebäude, der Westhalle des Museums, besteht hinsichtlich Baukonstruktion und Brandschutz erheblicher Sanierungsbedarf. Eine Fortführung der aktuellen Nutzung wäre nur mit äußerst aufwendigen und unwirtschaftlichen brandschutztechnischen Sanierungen der Bausubstanz, einer Erneuerung der brandschutz- und haustechnischen Anlagen sowie einer Neuordnung des Areals hinsichtlich des organisatorischen Brandschutzes möglich – daher nun der geplante Neubau.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de