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ÖBB tauft neue EU-Lokomotive

17.03.26

Die Europäische Kommission und die ÖBB haben letzte Woche am Wiener Hauptbahnhof eine neu gestaltete EU-Lokomotive präsentiert. Unter dem Motto „Zugkraft für Europa“ wurde die Lok im EU-Budget-Design feierlich getauft. An der Taufe nahmen Österreichs Europaministerin Claudia Bauer (ÖVP), Patrick Lobis von der Vertretung der EU-Kommission in Österreich und ÖBB-Vorständin Sabine Stock teil. Die Lok steht symbolisch für die Wirkung gemeinsamer europäischer Investitionen, die seit Jahrzehnten Infrastruktur, Innovation und regionale Entwicklung in Österreich und ganz Europa ermöglichen.

Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Koralmbahn. Das mit EU-Mitteln unterstützte Jahrhundertprojekt verkürzt die Fahrzeit zwischen Graz und Klagenfurt auf rund 41 Minuten. Die neue Infrastruktur ermöglicht den ÖBB deutlich schnellere Verbindungen und dichtere Takte im Süden Österreichs und schafft damit einen neuen gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum für Pendler, Studenten und Unternehmen unter aktiver Einbindung des Verkehrsträgers Schiene.

„Diese Lok macht sichtbar, dass Europa nicht in Brüssel beginnt, sondern dort, wo Menschen leben, arbeiten und unterwegs sind. Gerade gemeinsame Investitionen in Infrastruktur zeigen, wie europäische Zusammenarbeit unseren Alltag verbessert: Sie verbinden Regionen, stärken unseren Wirtschaftsstandort und schaffen Chancen für Unternehmen und Beschäftigte. Für ein exportorientiertes Land wie Österreich ist das entscheidend. Mit Blick auf das nächste europäische Budget ist für Österreich klar: Zugkraft für Europa bedeutet nicht mehr Geld auszugeben, sondern das vorhandene Geld sorgsam und klug einzusetzen“, sagte Europaministerin Claudia Bauer.

„Es zahlt sich aus, in der EU gemeinsam zu investieren. So bringen wir Europa voran und gehen die ganz großen Herausforderungen vereint an“, sagte Lobis. „In unzähligen kleinen und großen Projekten in Österreich stecken Mittel aus dem EU-Budget. Chancen für die Menschen, eine hohe Lebensqualität und starke heimische Unternehmen sind dabei zentrale Zielsetzungen. Österreich mit seiner starken Exportwirtschaft profitiert wie kaum ein anderes Mitgliedsland vom Binnenmarkt und damit auch von den EU-Investitionen in den anderen Mitgliedstaaten. Durch das EU-Budget werden Projekte und Investitionen möglich, die ein Mitgliedstaat alleine gar nicht oder kaum bewerkstelligen könnte.“

„Mit der neuen EU-Lokomotive bringen wir ein sichtbares Symbol auf die Schiene, das zeigt: Europäische Investitionen wirken und schaffen nachhaltigen Mehrwert für uns alle. Zahlreiche Studien belegen, dass sich Investitionen in die Schiene besonders auszahlen – sie schaffen Wertschöpfung und Arbeitsplätze, stärken die Wettbewerbsfähigkeit und leisten wirksamen Klimaschutz. Gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt ermöglichen wir zudem Schüler:innen in Österreich attraktive Nightjet-Reisepakete nach Brüssel und machen Europa so direkt erlebbar“, so Sabine Stock.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de