19.03.26
Die Deutsche Bahn hat im Jahr 2025 rund 156 Millionen Euro an Entschädigungen für verspätete oder ausgefallene Züge an Fahrgäste zahlen müssen. Das geht aus einem Interview hervor, das DB-Personenverkehrsvorstand Michael Peterson der Süddeutschen Zeitung gegeben hat. Demnach lag die Summe zwar etwas unter dem Niveau des Jahres 2024, blieb aber weiterhin auf einem sehr hohen Stand. Die Entschädigungen werden fällig, wenn die Zugverbindungen mehr als eine Stunde Verspätung haben, wobei die Auszahlung sowohl in bar als auch mit Reisegutscheinen möglich ist.
Im Vergleich zu früheren Jahren zeigt sich damit ein deutlicher Anstieg der Entschädigungszahlungen. Noch im Jahr 2019 hatte die Bahn lediglich etwa 41 Millionen Euro an Fahrgäste ausgezahlt. Die aktuellen Kosten liegen damit fast dreimal so hoch wie damals. Gründe dafür sind unter anderem die anhaltenden Probleme im Bahnnetz, zahlreiche Baustellen sowie eine hohe Auslastung vieler Strecken. Unbekannt ist, wie viele betroffene Fahrgäste ihre Entschädigungen nicht einfordern.
Für die DB AG bleibt das Thema Pünktlichkeit daher eine zentrale wirtschaftliche Herausforderung. Grundsätzlich arbeitet der Konzern intensiv daran, die Zuverlässigkeit des Fernverkehrs in den kommenden Jahren deutlich zu verbessern. Man möchte Verspätungen reduzieren, auch wenn man noch auf Jahre hinweg mit Baustellen und Umleitungsverkehren beschäftigt sein wird.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de