09.04.26
Die anhaltend hohen Kraftstoffpreise setzen die deutsche Busbranche weiterhin erheblich unter Druck. Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (bdo) begrüßt zwar die jüngst von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen als erste wichtige Schritte, sieht jedoch weiterhin dringenden politischen Handlungsbedarf.
„Die bisherigen Maßnahmen gehen in die richtige Richtung, reichen aber bei Weitem nicht aus“, erklärt Christiane Leonard, Hauptgeschäftsführerin des bdo. „Die stark gestiegenen Dieselpreise treffen die Busunternehmen unmittelbar und mit voller Wucht. Kraftstoffe machen rund zwanzig Prozent der Gesamtkosten aus. Deshalb braucht es jetzt zusätzliche, spürbare Entlastungen sowie eine wirksamere Kontrolle der Preisentwicklung.“
Besonders kritisch bewertet der bdo die bislang unzureichende Wirkung der Marktaufsicht. Aus Sicht des Verbandes gelingt es dem Bundeskartellamt bislang nicht, überhöhte Preisentwicklungen wirksam einzudämmen. Insbesondere im Großhandel bestehen weiterhin Defizite bei Transparenz und Kontrolle.
Gleichzeitig zeigen Beispiele aus anderen europäischen Ländern, dass weitergehende Maßnahmen möglich sind. So hat Österreich kürzlich eine Spritpreisbremse eingeführt, die steuerliche Entlastungen mit Eingriffen in die Preisbildung kombiniert. „Steigende Kraftstoffpreise wirken sich unmittelbar auf die wirtschaftliche Lage der Branche aus“, so Leonard.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
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Quelle: Zughalt.de