10.04.26
Aktuell bereitet der Regionalverband die Umstellung des sogenannten Harz-Heide-Netzes auf klimaneutralen Antrieb vor. Das Regionalbahn-Netz reicht vom Südharz bis nach Uelzen und hat damit mehr als 200 Kilometer Streckenlänge. Fahrzeuge, Strecken- und Ladeinfrastruktur müssen von Diesel- auf batterieelektrischen Betrieb umgerüstet werden. Der batterieelektrische Betrieb soll 2030 starten. Die Technik nach neuestem Stand macht den Bahnverkehr zukunftsfähig, effizient und klimafreundlich.
In die Antriebswende in diesem Bahn-Netz werden Bund, Land und Regionalverband nach aktuellem Stand insgesamt rund 750 Millionen Euro investieren. Den Großteil der Kosten trägt der Bund. Der Regionalverband als regionaler Aufgabenträger für den öffentlichen Nahverkehr stößt die Planung an und trägt Planungskosten. Er investiert jetzt rund 32 Millionen Euro in die Planung der zu elektrifizierenden Teilstrecken.
Mit dem Ausbau des Harz-Heide-Netzes können zukünftig auf allen Strecken der Region elektrisch oder batterieelektrisch betriebene Züge fahren, so wie es sich das Land Niedersachsen und der Regionalverband mit ihren SPNV-Konzepten zum Ziel gesetzt haben. Eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung im Vorfeld hatte ergeben, dass der batterieelektrische Betrieb die beste Antriebsform für dieses Bahn-Netz ist. Neue Dieselzüge, so heißt es beim Regionalverband, würden derzeit durch die Fahrzeugindustrie nicht mehr angeboten.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de