16.04.26
Die diesjährige Spendenkampagne der Berliner Verkehrsbetriebe AöR war ein voller Erfolg. Wie jeden Winter hat das Unternehmen auch 2025/26 wieder für Bedürftige gesammelt – die Resonanz war überwältigend groß. Mitveranstalter waren die Berliner Stadtmission und die Berliner Johanniter. Von November bis März hatten Berliner jeden Monat auf wechselnden U-Bahnhöfen die Möglichkeit, Kleidung, Schlafsachen und Dinge des alltäglichen Bedarfs zu spenden – direkt auf ihrem täglichen Weg durch die Stadt. Das Angebot wurde intensiv genutzt. Und weil der Bedarf nicht mit dem Winter endet, wird die gemeinsame Initiative fortgesetzt.
Ab dem 13. April nehmen Berliner Stadtmission und Berliner Johanniter erneut Spenden an ausgewählten U-Bahnhöfen entgegen. Bis Oktober sind sechs weitere Termine geplant. Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der BVG AöR, erklärt: „Als BVG bewegen wir jeden Tag Millionen Menschen durch diese Stadt. Mit der Spendenaktion wollen wir genau diese Wege nutzen, um unkompliziert und mitten im Alltag Hilfsangebote zu schaffen. Der U-Bahnhof ist dafür der perfekte Ort. Dass das super funktioniert, haben die letzten Spendentage bei der BVG deutlich gezeigt.“
Mit der kommenden Spendenaktion machen BVG AöR, Berliner Stadtmission und Berliner Johanniter gemeinsam darauf aufmerksam, dass Hilfe gerade dann wichtig ist, wenn sie oft unterschätzt wird. Eine Übersicht aller Termine und Sammelorte gibt es auf der BVG-Website unter dem Motto: „Hey Berlin, trennt euch von euren Trends.“
Björn Teuteberg, Regionalvorstand der Berliner Johanniter, betont: „Die hohe Spendenbereitschaft in den vergangenen Wintermonaten bestätigt unser Konzept: Die niederschwellige Möglichkeit, an U-Bahnhöfen Kleiderspenden abzugeben, wird von vielen Menschen genutzt. Ein herzliches Dankeschön an die Berliner für ihre Unterstützung. Unsere Wohnungslosenhilfe ist das ganze Jahr über aktiv – deshalb sind Sammelaktionen, die über das Winterhalbjahr hinaus fortgeführt werden, sehr sinnvoll. Obdachlosigkeit und der Bedarf an Spenden enden nicht mit dem Winter.“
Auch Dana Schmiedel, Geschäftsführerin von Komm & Sieh, dem Inklusionsunternehmen der Berliner Stadtmission, unterstreicht die Bedeutung der Aktion: „Die Spenden sind für viele weit mehr als praktische Hilfe. Sie bedeuten auch Zuwendung und das Gefühl, nicht vergessen zu sein. Gerade im Sommer geraten Bedarfe oft aus dem Blick. Umso wichtiger ist es, dass die Unterstützung weitergeht.“
Grundsätzlich ist wichtig, dass die Spenden sauber und intakt sind. Für die kommende Spendenaktion wird vor allem Männerkleidung benötigt. Darüber hinaus werden auch viele Dinge des täglichen Lebens gebraucht, darunter Trinkflaschen, Schirme als Schattenspender, Hygieneartikel und vieles mehr. Wichtig ist: Es handelt sich nicht um eine kostenlose Entsorgung für Sperrmüll oder Altkleider, sondern das Spendengut muss in einem Zustand sein, der für andere noch von Nutzen ist. Ein Schlafsack etwa ist gern gesehen, sollte aber nicht löchrig und damit unbrauchbar sein.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de