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Gewerkschaft Vida kritisiert ÖBB

17.04.26

Die österreichische Gewerkschaft Vida sieht trotz der hohen Fahrgastzahlen bei der ÖBB massive Probleme. Der Zuspruch sei zwar ein positives Signal, aber dennoch werde die Eisenbahn in Österreich auf Verschleiß gefahren. Gerhard Tauchner, Vorsitzender des Fachbereichs Eisenbahn bei Vida: Der Rechnungshof hat zuletzt klar aufgezeigt, dass der starke Angebots- und Nachfragezuwachs nicht ausreichend durch Fahrzeuge und betriebliche Reserven abgesichert war. Um hier keine negativen Rekorde zu schreiben, muss umgehen auf allen Ebenen gegengesteuert werden.“

Lieferverzögerungen bei Neufahrzeugen führten dazu, dass überaltertes Rollmaterial länger eingesetzt und neue Fahrzeuge stärker beansprucht wurden als geplant. Die Folgen sind klar spürbar: sinkende Pünktlichkeit, mehr Totalausfälle sowie Qualitätsverluste bei Fahrzeugen, Fahrgastinformation und Zuverlässigkeit, so Tauchner weiter.

Um die Verfügbarkeit dauerhaft und aktuell sicherzustellen, fordert der stellvertretende Vorsitzende des vida-Fachbereichs Eisenbahn, Franz Raidl, konkrete Maßnahmen im technischen Service der ÖBB: „Notwendig sind klare Standortstrategien, stabile Instandhaltungsstrukturen und ausreichend qualifiziertes Fachpersonal an den richtigen Standorten. Ohne diese Voraussetzungen bleibt jeder Angebotsausbau ein Risiko für Betrieb, Beschäftigte und Fahrgäste.“ Man fordert daher einen massiven strategischen Weitblick bei allen Verantwortungsträgern.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
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Quelle: Zughalt.de