21.04.26
Der erste Lehrgang „Kommunales Mobilitätsmanagement“ des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr ist erfolgreich zu Ende gegangen. In drei jeweils dreitägigen Modulen haben sich Teilnehmer aus Kommunalverwaltungen in ganz Bayern intensiv mit zukunftsfähigen Mobilitätslösungen vor Ort auseinandergesetzt. Im Mittelpunkt standen praxisnahe Ansätze, fachlicher Austausch und die Entwicklung konkreter Maßnahmen für Städte und Gemeinden. Ziel des bayerischen Qualifizierungsangebots ist es, Mobilität ganzheitlich zu betrachten und passgenaue Lösungen für die Menschen vor Ort zu entwickeln.
Kommunales Mobilitätsmanagement versteht sich dabei als strategisches Instrument, das verschiedene Verkehrsträger und Mobilitätsangebote sinnvoll verknüpft und die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt stellt. „Kommunen sind in der Fläche der Schlüssel für eine zukunftsfähige Mobilität in Bayern. Mit dem Lehrgang zum kommunalen Mobilitätsmanagement unterstützen wir unsere Städte und Gemeinden dabei, innovative, vernetzte und bürgernahe Lösungen zu entwickeln. Denn nur gemeinsam können wir die Mobilität von morgen erfolgreich gestalten“, so Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU).
Ein besonderer Mehrwert des Lehrgangs liegt im Aufbau eines starken Netzwerks zwischen den teilnehmenden Kommunen. Über die insgesamt neun Lehrgangstage entstand ein intensiver Austausch, geprägt von offenen Diskussionen, kollegialer Beratung und der gemeinsamen Entwicklung von Lösungsansätzen. Die gewonnenen Erkenntnisse und Ideen sind vielfach direkt übertragbar und stärken die Zusammenarbeit über kommunale Grenzen hinweg. Der nach deutschlandweit vergleichbarem Standard konzipierte Lehrgang bietet eine fundierte Qualifizierung zu zentralen Themen der kommunalen Mobilitätsgestaltung.
Das erste Modul vermittelte grundlegende Kenntnisse – von der Rolle des Mobilitätsmanagements über Verkehrsplanung bis hin zu Themen wie Fußverkehr, Verkehrssicherheit und Fördermöglichkeiten. Im zweiten Modul standen konkrete Handlungsfelder im Fokus, darunter betriebliches Mobilitätsmanagement, zielgruppenspezifische Angebote etwa für Senioren oder Neubürger, Schulwege, Parkraummanagement sowie touristische Mobilität. Ergänzt wurden diese Inhalte durch Aspekte des Change-Managements und der internen Kommunikation.
Das abschließende dritte Modul widmete sich den Themen Kommunikation, Beteiligung und Evaluation. Gerade im Flächenland Bayern kommt der Vernetzung unterschiedlicher Mobilitätsangebote eine zentrale Bedeutung zu: Kommunales Mobilitätsmanagement trägt dazu bei, bestehende Angebote – vom motorisierten Individualverkehr über den öffentlichen Verkehr bis hin zum Fuß- und Radverkehr – besser zu verzahnen und langfristig tragfähig weiterzuentwickeln.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de