27.04.26
Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) hat ihr Konzept für den Schienenersatzverkehr während der „Qualitätsoffensive“ Hamburg – Hannover teilweise anpassen müssen. Grund dafür ist, dass die DB InfraGo aufgrund des harten Winters für die Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin mehr Zeit benötigt als ursprünglich geplant.
„Durch die Verschiebung wird der Ersatzverkehr im Raum Lüneburg nicht verschlechtert, aber leider gibt es auch kaum Verbesserungen“, sagt Carmen Schwabl. Die Planungen für den Ersatzverkehr zwischen Uelzen und Hannover im Zeitraum vom 1. Mai bis 10. Juli bleiben unverändert.
Für die LNVG und die beteiligten Verkehrsunternehmen bedeutete die kurzfristige Umplanung einen erheblichen Mehraufwand. Entsprechend bedankt sich das Unternehmen bei metronom Eisenbahngesellschaft, DB Regio, Regionalbus Braunschweig und DB SEV GmbH für die Unterstützung.
Schwabl erklärt, die kurzfristige Verlängerung der Bauarbeiten habe alle Beteiligten vor enorme Herausforderungen gestellt. Man habe alles getan, um für die Fahrgäste ein verlässliches und unter den neuen Bedingungen optimiertes Angebot sicherzustellen, und erwarte nun, dass die Sperrpause effizient genutzt wird.
Die „Qualitätsoffensive“ dient als Vorbereitung für die große Generalsanierung der Strecke im Jahr 2029. Zugleich betont Schwabl, dass die Verzögerung nicht dazu führen dürfe, dass bis dahin immer wieder kurzfristige Baumaßnahmen eingeschoben werden, da die Belastungen für die Fahrgäste möglichst kurz gehalten werden sollen.
Im Betrieb bleibt zwischen Winsen und Hamburg – wie ursprünglich geplant – während der gesamten Maßnahme ein stündlicher Regionalbahnverkehr bestehen. Zusätzlich verkehrt zwischen Lüneburg und Hamburg eine RE-Linie im Stundentakt mit Halten in Bardowick, Radbruch, Winsen und Harburg.
Änderungen ergeben sich jedoch im Regionalverkehr auf der Strecke Hamburg – Uelzen beziehungsweise Uelzen – Lüneburg vom 1. Mai bis 13. Juni 2026: Pro Richtung verkehren täglich drei durchgehende Züge zwischen Uelzen und Hamburg, während gleichzeitig je Richtung zwei Verstärkerzüge zwischen Lüneburg und Hamburg entfallen.
Aufgrund von Umleitungen im Fernverkehr fehlt am Bahnhof Lüneburg die Kapazität, sodass die Linie RB 32 in diesem Zeitraum ausfallen muss und durch Busse ersetzt wird. Zudem verkehrt die Linie RB 47 weiterhin nur im Zweistundentakt, und auch die Linie RE 20 entfällt weiterhin vollständig zwischen Salzwedel und Uelzen.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de