28.04.26
Die Wiener Linien haben ihre Bilanz für das abgelaufene Kalenderjahr 2026 vorgestellt: Insgesamt wurden rund 903 Millionen Fahrten verzeichnet. Auch die Zahl der Zeitkarteninhaber erreichte mit knapp 1,34 Millionen einen neuen Höchststand. Zudem wurde bei den Wien-Mobil-Rad-Ausleihen erstmals die Millionenmarke überschritten.
Die Wiener Linien waren damit auch 2025 erneut das bevorzugte Verkehrsmittel der Einwohner und Gäste in Wien. Erste Berechnungen zeigen, dass sich die Tarifanpassung nicht negativ auf die Zahl der Jahreskartenbesitzer ausgewirkt hat. Zwar kam es im November zu vermehrten Kündigungen, gleichzeitig stieg jedoch die Zahl der Neuabschlüsse im November und Dezember deutlich an.
Im Januar 2026 gab es trotz Preiserhöhung 1,4 Prozent mehr Jahreskartenkunden als noch im November 2025. Dieser Trend setzte sich im neuen Jahr fort, insbesondere im Februar mit zahlreichen Neubestellungen. Ein wesentlicher Grund dafür ist der Umstieg vieler Studenten nach dem Auslaufen des Semestertickets auf die neue Jahreskarte Jugend.
Auch die täglichen Fahrgastzahlen unterstreichen den Trend zum öffentlichen Verkehr: Im Schnitt nutzen 2,47 Millionen Fahrgäste täglich die Öffis – ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Alexandra Reinagl, Vorsitzende der Geschäftsführung, betont die zentrale Rolle der Öffis für die klimafreundliche Mobilität und kündigt weitere Investitionen in Ausbau und Erhalt der Infrastruktur an.
Die Öffi-Infrastruktur umfasst dabei mehr als Bus, Bim und U-Bahn. Der vierte Mobilitätszweig Wien-Mobil gewinnt zunehmend an Bedeutung und stellte 2025 ebenfalls neue Rekorde auf: Über 1,14 Millionen Ausleihen der Wien-Mobil-Räder bedeuten eine Steigerung von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders beliebt sind Kurzstrecken – 69 Prozent der Fahrten dauern weniger als dreißig Minuten.
Die insgesamt 3.100 Wien-Mobil-Räder und 300 E-Bikes leisten auch einen Beitrag zum Klimaschutz: Wären die gefahrenen Strecken mit dem Auto zurückgelegt worden, wären rund 586 Tonnen CO₂-Äquivalente entstanden. Für gelegentliche Autofahrten greifen Nutzer zudem vermehrt auf die mehr als 100 E-Autos von Wien-Mobil Auto zurück – mit 68.700 Ausleihen, ein Plus von 13 Prozent gegenüber 2024.
Mehr als 9.500 Mitarbeiter aus siebzig Nationen sorgen bei den Wiener Linien für einen zuverlässigen Betrieb auf Weltklasse-Niveau. Neben der klassischen Fahrschule gibt es über 300 Ausbildungsplätze, um auch künftig ausreichend Fachkräfte für den öffentlichen Verkehr zu sichern.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de