29.04.26
DB InfraGo hat bereits die Hälfte der Generalsanierung im Bergischen Land zwischen Hagen, Wuppertal und Köln erfolgreich abgeschlossen. Seit dem Baustart am 6. Februar 2026 haben die Bauteams bereits knapp 37 Kilometer Gleis und 23 Weichen erneuert. Mit Hilfe eines 800 Meter langen Bauzugs wurde zudem auf über 35 Kilometern das Gleisbett gereinigt oder ausgetauscht. Darüber hinaus haben die Teams auf über 400 Metern neue Schallschutzwände gebaut.
Auch an den zwölf Stationen kommen die Arbeiten planmäßig voran: Die Abrissarbeiten konnten die Teams im letzten Monat an allen Bahnhöfen nahezu abschließen. Zudem sind die Neubauarbeiten im vollen Gange: An vielen Stationen sind die neuen Bahnsteigkanten sowie die Fundamente für neue Dächer und Aufzüge bereits gesetzt. Somit liegt die DB InfraGo mit den Sanierungsarbeiten weiter im Plan.
Arno Jaeger, Gesamtprojektleiter für die Korridorsanierung Hagen – Wuppertal – Köln, betont: „Hinter uns liegen intensive und arbeitsreiche elf Wochen. Seit dem Baustart im Februar gibt mein Team alles dafür, die zahlreichen Bauarbeiten bestmöglich umzusetzen. Und das sieht man: Tag für Tag gibt es sichtbare Fortschritte auf den vielen Baustellen. Alle ziehen hier an einem Strang und sind mit viel Teamgeist bei der Sache. Ich bin mir sicher, dass wir auch die zweite Hälfte der Korridorsanierung erfolgreich absolvieren werden.“
Die Sanierung der Strecke Hagen – Wuppertal – Köln findet in abwechselnden Sperrzuständen statt. Etwa ein Drittel der Bauzeit sind alle Gleise der Strecke für alle Züge voll gesperrt, während der restlichen Zeit auf der S-Bahnstrecke zwischen Hagen und Wuppertal bis Düsseldorf Zugverkehr möglich ist. Die nächste S-Bahnsperrung beginnt am 15. Mai und endet am 12. Juni.
Damit die Fahrgäste während der Korridorsanierung weiterhin mobil bleiben, hat die DB InfraGo gemeinsam mit den Aufgabenträgern Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und go.Rheinland sowie den Eisenbahnverkehrsunternehmen ein Ersatzkonzept entwickelt. Dieses wird seit dem 6. Februar von den Busunternehmen DB Regio und go.on mit den markanten purpurfarbenen Bussen umgesetzt.
Dank der nach der ersten Sperrung getroffenen Verbesserungsmaßnahmen wurde der Schienenersatzverkehr stabilisiert. Jeden Tag halten in der Spitze bis zu 200 Ersatzverkehrsbusse die Menschen in einer der am dichtesten besiedelten und verkehrsreichsten Regionen Deutschlands während der Bauarbeiten mobil.
Die DB InfraGo, die Aufgabenträger und die Eisenbahnverkehrsunternehmen werden den Schienenersatzverkehr weiterhin engmaschig managen und bei Bedarf – gemeinsam mit DB Regio und go.on – zusätzliche Maßnahmen ergreifen. Ziel der fünfmonatigen Bauphase ist es, die hochbelastete Eisenbahnstrecke langfristig verlässlicher und leistungsfähiger zu machen. Störungen und damit einhergehende Verspätungen sollen sich so deutlich reduzieren und die Betriebsqualität, gerade im Zulauf auf Köln und Düsseldorf, erhöht werden.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de