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25 Jahre Fahrtziel Natur

04.05.26

Ein Vierteljahrhundert im Zeichen der umweltfreundlichen Mobilität: Im Potsdamer Kaiserbahnhof haben Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Naturschutzbund Deutschland, Verkehrsclub Deutschland und die Deutsche Bahn gemeinsam mit rund hundert geladenen Gästen den 25. Geburtstag der Kooperation Fahrtziel Natur gefeiert. Das Konzept soll den Freizeitverkehr auf der Schiene fördern.

Bundesumweltminister Carsten Schneider gratulierte zum Jubiläum und dankte vor Ort den Beteiligten für ihr Engagement. Im Rahmen des Festakts wurde der neunte Fahrtziel Natur Award verliehen. Den Preis erhielt das Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen für den neu eingeführten, großräumig gültigen Mobilpass Allgäu. Ausgezeichnet wurde auch der Nationalpark Jasmund, der eine Mobilität auf Gästekarte entwickelt hat und ein Durchfahrverbot für Pkw im Schutzgebiet effektiv durchsetzt.

Außerdem wurde der Naturpark Nagelfluhkette feierlich in die Kooperation aufgenommen. Das neue Fahrtziel-Natur-Gebiet zwischen Allgäu und Bregenzerwald gilt als Juwel für Naturfreunde, Bergsportler und Kulturinteressierte.

Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr, erklärte: „25 Jahre Fahrtziel Natur sind eine beispielhafte Erfolgsgeschichte. Sie zeigt, dass sich Geduld und Hartnäckigkeit beim Klima- und Naturschutz sowie nachhaltiger Mobilität lohnen. Alle Beteiligten leben die Kooperation mit voller Überzeugung.“

Carsten Schneider, Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, sagte: „Abschalten und neue Kraft tanken – für viele von uns geht das am besten in der Natur. Wer in den Bergen wandern geht, an Flüssen Fahrrad fährt oder im Wald spaziert, der spürt, wie gut die Natur uns Menschen tut. Zugleich können auch wir Gutes für die Natur tun, zum Beispiel, indem wir klimafreundlich anreisen. Die Bahn ist dafür die beste Option, und Fahrtziel Natur der verlässliche Kompass zu den schönsten Orten.“

Olaf Bandt, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, betonte: „Die Fahrtziel-Natur-Gebiete stehen für klimafreundliche Mobilität und den Erhalt wertvoller Naturlandschaften. Gleichzeitig stärken sie mit innovativen Verkehrskonzepten die Wertschöpfung vor Ort und damit die Entwicklung in ländlichen Räumen. Die Politik wünscht sich positive Visionen für eine nachhaltige Mobilität. Fahrtziel Natur ist eine solche, die sogar schon umgesetzt ist.“

Jörg-Andreas Krüger, Präsident des Naturschutzbundes, erklärte: „Gemeinsam einzigartige Naturerlebnisse und nachhaltige Mobilität verknüpfen, auch gegen Widerstände – dafür steht Fahrtziel Natur. Das ist effektiver Natur- und Klimaschutz zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Schutzgebieten.“ Matthias Kurzeck, Bundesvorsitzender des Verkehrsclubs Deutschland, ergänzte: „Fahrtziel Natur setzt Maßstäbe für nachhaltige Mobilität im Tourismus. Alle Schutzgebiete in der Kooperation sind bequem mit der Bahn erreichbar und verfügen über ein gut ausgebautes Angebot mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Vor Ort ermöglichen ganzheitliche Konzepte wie die Gästekarte überall kostenlose Mobilität.“

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de