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Augsburg: Swaxi ersetzt Buslinie 37

05.05.26

Der Ridesharing-Dienst swaxi der Stadtwerke Augsburg (swa) ersetzt in einem zweiwöchigen Testbetrieb erstmals eine Buslinie. In den Pfingstferien, von Montag, 25. Mai bis Freitag, 5. Juni, sind die swaxi-Autos im Bereich der Buslinie 37 im Stadtteil Lechhausen unterwegs.

Anstatt nur spärlich besetzter Busse in einem starren Fahrplan kann das swaxi in den Betriebszeiten der Linie 37 – zwischen 4.47 Uhr und 19.13 Uhr – von den Fahrgästen als flexibler Bedarfsverkehr genutzt werden. Es fährt nur dann, wenn es tatsächlich gebraucht wird. Für die swa und ihre Fahrgäste ist dies der erste zeitlich befristete Test, bei dem eine Buslinie vollständig durch einen Ridesharing-Dienst ersetzt wird.

Die Stadtteil-Buslinie 37 mit sieben Haltestellen in der St.-Anton-Siedlung wird insbesondere in Ferienzeiten nur wenig genutzt. Selbst im Halbstundentakt steigen dort nur wenige Fahrgäste ein und aus. Die swa wollen daher erproben, ob ein flexibler Service Vorteile bringt.

Fahrgäste profitieren beim Ridesharing-Angebot sowohl zeitlich als auch räumlich von mehr Flexibilität. Das swaxi kann genau dann bestellt werden, wenn Bedarf besteht, und bedient neben den klassischen Haltestellen auch zahlreiche virtuelle Haltepunkte, die in der App angezeigt werden. So können Nutzer sich von einem nahegelegenen Punkt in Wohnortnähe direkt zu ihrem Ziel bringen lassen – der Weg zur Haltestelle entfällt.

Die Buchung erfolgt flexibel über App oder Telefonhotline und ist nicht an feste Fahrpläne gebunden. Während des Testbetriebs gilt der reguläre Tarif des Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV) für Fahrten innerhalb des Testgebiets.

„Mit dem Testbetrieb wollen wir zeigen, wie bedarfsgerechte Mobilität im Quartier funktionieren kann“, sagt Mirko Hrnjak, Konzernbereichsleiter Verkehr und Mobilität bei den swa. „Das swaxi bringt unsere Fahrgäste individuell und flexibel ans Ziel – ohne feste Fahrpläne und mit kurzen Wegen. Gleichzeitig nutzen wir kleinere Fahrzeuge gezielt dort, wo sie wirklich gebraucht werden, und leisten so einen Beitrag zu mehr Effizienz und Klimaschutz im ÖPNV.“

Neben der höheren Flexibilität wird durch den gezielten Einsatz kleinerer Fahrzeuge auch Kraftstoff gespart und damit die Umwelt geschont. Dafür wurde ein CO2-Ampelsystem für den ÖPNV der swa entwickelt, das eine ökologische Bewertung der Fahrzeugauslastung ermöglicht. Im Fall der Linie 37 könnte ein swaxi-Fahrzeug die Buslinie in allen Ferienzeiten ersetzen und – je nach Fahrzeugart und Einsatzkonzept – zwischen einer und fünf Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

Zugleich werden unnötige Fahrten vermieden, was dazu beiträgt, das Defizit im ÖPNV zu reduzieren. Für alle Fahrgäste sowie für Kinder gilt: In der App oder über die Telefonhotline muss zwingend ein eigener Sitzplatz gebucht werden.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de