06.05.26
Künftig können die Züge auf der Innkreisbahn mit hundert Prozent grünem Bahnstrom fahren. Bis Ende 2029 wird die rund 55 Kilometer lange Strecke vollständig elektrifiziert. Das bringt mehr Komfort für Fahrgäste und ist zugleich ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz in Oberösterreich. Am Bahnhof Ried im Innkreis erfolgte dazu letzte Woche der offizielle Baustart.
Die Elektrifizierung gilt als zentrale Klimaschutzinitiative. Entlang der Strecke werden rund 1.200 Oberleitungsmasten und 68 Kilometer Fahrdraht errichtet. Ein neuer Schaltposten sowie ein Unterwerk sichern künftig den zuverlässigen Betrieb mit grünem Bahnstrom. Damit setzen die ÖBB einen weiteren Schritt beim zukunftsorientierten Ausbau der Infrastruktur in Oberösterreich.
Die Investitionssumme beträgt insgesamt 87,3 Millionen Euro. Mit Abschluss der Arbeiten kann die Strecke ab Ende 2029 mit modernen Elektrozügen befahren werden. Dies verbessert sowohl den Komfort als auch die Fahrplanstabilität für die Fahrgäste deutlich.
„Mit der Elektrifizierung der Innkreisbahn setzen wir einen wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung des regionalen Zugverkehrs in Oberösterreich. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sind gezielte Investitionen in ein nachhaltiges und leistungsfähiges Schienennetz wichtig. Wir investieren gezielt in jene Projekte, die den größten Mehrwert für die Region und Fahrgäste bringen“, sagt Peter Hanke (SPÖ), Mobilitätsminister.
Die Elektrifizierung ist zugleich das Herzstück der Attraktivierung der Strecke. Bereits im Bau befindet sich der Bahnhof Ried im Innkreis, der bis 2029 zu einer modernen Verkehrsdrehscheibe umgebaut wird. Geplant sind modernisierte Bahnanlagen, ein neues Empfangsgebäude sowie optimierte Zugänge zu Busterminal und Taxistand. Auch die Unterführung „Eberschwanger Straße“ wird verbreitert und um einen zeitgemäßen Rad- und Fußweg ergänzt.
„Ab Ende 2029 sind Zugfahrten vom Innviertel in den oberösterreichischen Zentralraum mit hundert Prozent grünem Bahnstrom möglich. Dann kann die Strecke mit modernen Elektrozügen befahren werden. Das bringt mehr Komfort für Fahrgäste und ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz in Österreich“, betont Judith Engel.
Parallel dazu modernisieren die ÖBB auch die Sicherungstechnik. Fünf neue elektronische Stellwerke entlang der Strecke sorgen bereits ab Mitte 2026 für eine automatische Steuerung des Bahnbetriebs. Mit diesen Anlagen werden Weichen, Signale und Schranken gesteuert und Echtzeitinformationen an den Bahnsteigen ermöglicht.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de