06.05.26
Der Freistaat Bayern, DB InfraGo, die Landkreise Günzburg und Unterallgäu, zahlreiche Städte und Gemeinden entlang der Strecke und der Verein Regio-S-Bahn Donau-Iller e.V. haben eine gemeinsame Absichtserklärung zur Weiterentwicklung der Mittelschwabenbahn unterzeichnet. Ziel ist es, das Angebot im Schienenpersonennahverkehr auf der rund 55 Kilometer langen Bahnstrecke zwischen Günzburg und Mindelheim für die Fahrgäste attraktiver zu gestalten und zukunftsfähig auszubauen.
Die Unterzeichner verfolgen gemeinsam klare Ziele und zentrale Verbesserungen für die Region, wie die Einführung eines Stundentakts nach dem Bayern-Takt-Standard, optimierte Anschlüsse in Günzburg und Mindelheim, eine deutliche Verkürzung der Reisezeiten, die Verbesserung der Sicherheit an Bahnübergängen und die Umstellung auf lokal emissionsfreie Antriebe. Die Umsetzung ist in zwei Stufen geplant.
In der ersten Stufe, die ab Dezember 2032 erfolgt, sind rund 260.000 zusätzliche Zugkilometer jährlich geplant – dies entspricht einer Angebotsausweitung um mehr als fünfzig Prozent. Für die neuen Akku-Züge wird in Krumbach eine entsprechende Ladeinfrastruktur gebaut. Daneben ist die Erneuerung der Leit- und Sicherungstechnik vorgesehen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Beseitigung von Geschwindigkeitseinschränkungen, insbesondere durch Auflassungen und technische Sicherungen von Bahnübergängen.
Langfristig, in der zweiten Stufe, soll ein besser vertaktetes und beschleunigtes Fahrplankonzept umgesetzt werden. Voraussetzung hierfür sind zusätzliche Infrastrukturmaßnahmen, wie neue Begegnungsmöglichkeiten. Hierzu wird im ersten Schritt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Darüber hinaus wird der barrierefreie Ausbau aller Stationen angestrebt. Ergänzend soll durch die Region ein flexibles, bedarfsorientiertes Busangebot entwickelt werden, um auch Orte ohne direkten Bahnanschluss optimal anzubinden.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de