11.05.26
Die Berliner Verkehrsbetriebe AöR hat 2025 die Trendwende geschafft: Messbar ist das an steigender Zuverlässigkeit, stabilisierter Teamstärke und einem deutlich verbesserten wirtschaftlichen Ergebnis. Im Zentrum standen zwei der größten Herausforderungen der vergangenen Jahre: die Zuverlässigkeit der U-Bahn und die angespannte personelle Lage. In beiden Bereichen ist die BVG AöR 2025 entscheidend vorangekommen.
Mit der Erneuerung der U-Bahnflotte kehrt die Zuverlässigkeit schrittweise zurück. Gleichzeitig hat sich auch die Personalsituation spürbar entspannt. Dank des neuen Tarifvertrags und hoher Einstellungszahlen ist die BVG eine attraktive Arbeitgeberin und heute deutlich stabiler aufgestellt.
Ein zentraler Baustein dieser Entwicklung ist die konsequente Neuaufstellung der BVG. Vorstand und Aufsichtsrat haben das Unternehmen 2025 strukturell neu ausgerichtet und klare Verantwortlichkeiten geschaffen. Mit dem neu geschaffenen Vorstandsressort für Technik und Infrastruktur setzt die BVG einen entscheidenden Hebel für einen stabilen und verlässlichen Betrieb an. Seit Februar 2026 ist das Vorstandsteam mit Marc Hermann als Vorstand für Technik und Infrastruktur vollständig – gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Henrik Falk und der Vorständin für Betrieb und Personal, Jenny Zeller-Grothe.
Henrik Falk: „Stabilität, das ist unser Versprechen an Berlin. Und unser Team hat geliefert. Wir haben die Trendwende geschafft und stabilisieren den Betrieb Schritt für Schritt. Jetzt geht es darum, die Qualität nachhaltig auf ein neues Niveau zu heben. Unser Ziel bleibt ein verlässlicher Nahverkehr für Berlin – mit 99 Prozent Zuverlässigkeit.“
Mit weiteren neuen U-Bahnen – ab Mai auch auf den breiter gebauten Linien U5 bis U9 – wird sich der positive Trend 2026 fortsetzen. Rund 170 Wagen für diese Linien sollen noch in diesem Jahr eingeflottet werden. Letzte Tests, bei denen schon Fahrgäste mitfahren können, haben heute Morgen begonnen.
Beim Bus stehen nach den 50 Neuwagen des letzten Jahres bereits die nächsten Fahrzeuge bereit. 270 Gelenkbusse werden bis 2027 die E-Flotte erweitern. Die ersten davon sind seit wenigen Tagen im Einsatz.
Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in der Nachfrage wider: Mit rund 1,1 Milliarden Fahrgastfahrten erreicht die BVG AöR erneut das Rekordniveau der Vor-Corona-Zeit. Gleichzeitig bleibt die Zahl der Abonnenten mit rund 1,2 Millionen auf einem stabil hohen Niveau.
Auch wirtschaftlich hat die BVG die Trendwende eingeleitet. Das Jahresergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr auf minus 50,2 Millionen Euro. Ziel für 2026 ist die Rückkehr zur schwarzen Null.
Parallel investiert die BVG stärker denn je in die Zukunft des Berliner Nahverkehrs. Die Investitionen stiegen 2025 um fast fünfzig Prozent auf mehr als 530 Millionen Euro; der Großteil davon floss in die Infrastruktur. In diesem Jahr sollen sich die Investitionen der BVG AöR verdoppeln und auf mehr als eine Milliarde Euro wachsen.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de