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Mobilitätsforum in NRW

11.05.26

Die Mobilität der Zukunft stand im Zentrum des sechsten nordrhein-westfälischen Mobilitätsforums Anfang Mai in Köln. Eingeladen hatten die drei Aufgabenträger go.Rheinland, Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR). Zum Auftakt der Veranstaltung hielt Oliver Krischer (Grüne) einen Impulsvortrag. Er zeichnete ein klares Bild des tiefgreifenden Wandels, den die Mobilität zwischen Rhein und Weser derzeit durchläuft: Prozesse werden neu gedacht, Strukturen hinterfragt und Verkehrswege anders geplant als bisher.

Im Anschluss diskutierte Krischer gemeinsam mit den Hausspitzen der drei Aufgabenträger – Michael Vogel, Geschäftsführer von go.Rheinland, Christiane Auffermann, Geschäftsführerin des NWL, und Oliver Wittke, Vorstandssprecher des VRR – sowie mit Hilmar von Lojewski, Beigeordneter des Deutschen Städtetags, über notwendige Reformen, Zuständigkeiten und zukünftige Entwicklungen im SPNV.

Mit Melanie Schliebener, Leiterin der Schlichtungsstelle Nahverkehr bei der Verbraucherzentrale NRW e. V., sprachen Vogel, Auffermann und Wittke in einer Talkrunde über die zentralen Herausforderungen für NRW – von Finanzierungs- bis hin zu Tariffragen – und ordneten mögliche Weichenstellungen für die kommenden Jahre ein.

Ein besonderer Höhepunkt war der Vortrag des Sascha Lobo. Unter dem Titel „Neues Denken, neue Technologien: Wie Innovationen die Mobilität verbessern können“ betonte er, dass Transformation im Kopf beginnt. Lobo zeigte auf, dass ökologische, technologische und gesellschaftliche Veränderungen nur gelingen können, wenn bestehende Denkmuster aufgebrochen und neue Perspektiven zugelassen werden. Forschung, Digitalisierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit seien entscheidend, um Innovationen nachhaltig voranzubringen.

„Wir brauchen eine echte Kultur des Ausprobierens. Innovationen entstehen nicht aus Perfektion, sondern aus dem Mut, Dinge zu testen, Fehler zuzulassen und daraus zu lernen – sich im besten Sinne voranzuscheitern“, so Lobo in seinem Vortrag.

Wie Transformation konkret gelingen kann, wenn Systeme in Bewegung geraten, diskutierte Lobo zum Abschluss seines Vortrags mit Mathias Mester, ehemaliger Para-Leichtathlet, und Harmen van Zijderveld, Vorstandsvorsitzender der DB Regio AG. Das lebendige Gespräch machte deutlich, wie vielfältig die Wege durch den Wandel sein können und wie sehr Perspektiven aus Gesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Innovation voneinander profitieren.

Bereits am Vormittag hatten die Teilnehmer Gelegenheit, den Kölner Nahverkehr im Rahmen von zehn Exkursionen aus neuen Blickwinkeln kennenzulernen. Die Touren führten zu unterschiedlichen Projekten und Schauplätzen des Kölner Mobilitätssystems, boten inspirierende Einblicke und waren teilweise interaktiv gestaltet – etwa im Vareo-Werk in Köln-Deutz von DB Regio oder im Porzer KVB-Betriebshof.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de