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Neue DFI-Anzeiger rund um Braunschweig

12.05.26

Mit der Inbetriebnahme des letzten digitalen Großanzeigers in der Gemeinde Schladen-Werla ist nun eines der größten regionalen Digitalisierungsprojekte im Großraum Braunschweig abgeschlossen. Der Regionalverband hat die Digitalisierung in den vergangenen Jahren zusammen mit Kommunen und Verkehrsunternehmen in der Region vorangetrieben.

In mehr als zwanzig Kommunen zeigen rund 460 sogenannte Dynamische Fahrgastinformationsanzeiger (DFI) in Echtzeit an, wann der nächste Bus oder die nächste Stadtbahn in Braunschweig kommt. Außerdem informieren sie neben Störungen oder Verspätungen über weitere wichtige Hinweise. Zwei der jetzt installierten 222 digitalen Anzeiger werden künftig die Fahrgäste in der Gemeinde Schladen-Werla informieren. Das wurde letzte Woche am ZOB in Hornburg mit Vertretern aus Politik und Verwaltung gefeiert.

„Neben diesen großen digitalen Echtzeitanzeigern haben wir in den vergangenen Jahren noch rund 100 kleinere Anzeiger an weniger stark frequentierten Haltestellen installiert“, erklärt Verbandsdirektor Ralf Sygusch. „Wir haben nun an rund 560 Haltestellen in der Region solche Infoscreens. Finanzieren konnten wir diese Anzeiger zum Großteil aus Fördergeldern.“

Um die Technik allen Fahrgästen zugänglich zu machen, verfügen alle Anzeiger über ein Modul zur Sprachausgabe. Seheingeschränkte Fahrgäste können sich die angezeigten Abfahrtzeiten über einen Taster am Mast vorlesen lassen.

Die digitalen Anzeiger sind nur der sichtbare Teil des Projekts; sehr viel Technik und Infrastruktur stecken dahinter. So mussten auch die Verkehrsunternehmen ihre Busse entsprechend umbauen. Daten werden in Sekundenschnelle von den Bordrechnern der Busse an eine Datendrehscheibe in Bremen gesendet und von dort aus auf die Anzeiger übertragen. Gleichzeitig werden die Fahrgast-Apps und Fahrtauskünfte im Internet mit den Daten versorgt, sodass Fahrgäste jederzeit und überall aktuelle Informationen abrufen können.

Das gesamte Echtzeitprojekt umfasst ein Investitionsvolumen von über zwanzig Millionen Euro. Allein die DFI-Anzeiger kosten rund elf Millionen Euro. Zu 75 Prozent fördert das Land Niedersachsen das DFI-Projekt, der Regionalverband übernimmt weitere 12,5 Prozent und damit rund zwei Millionen Euro. Den Rest – speziell für die Anzeiger – finanzieren die Kommunen.

Das Echtzeitprojekt für die DFI bestand aus zwei Teilen. Der erste Teil umfasste die Gebiete von Braunschweig und Cremlingen; hier hängen seit Ende 2022 mehr als 240 DFI, die verlässlich die Abfahrten anzeigen. Für den zweiten Teil des Projekts war ein anderer Hersteller zuständig, dessen Geräte defekt waren und wieder abgebaut werden mussten. Über eine EU-weite Ausschreibung wurde ein neuer Hersteller gefunden, der neue Geräte geliefert beziehungsweise vorhandene Geräte repariert hat und vorhandene Masten für die Montage nutzen konnte, was aus Gründen der Nachhaltigkeit positiv ist. Optisch werden alle Anzeiger das gleiche Erscheinungsbild aufweisen.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de