20.05.26
Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) erhält vom Land Baden-Württemberg Fördermittel in Höhe von rund 1,06 Millionen Euro für ein zukunftsweisendes Infrastrukturprojekt. Gefördert wird die technische Sicherung von Reisendenübergängen als zentrale Voraussetzung für einen vollautomatischen Stadtbahnbetrieb. Dieser soll in den kommenden Jahren als Pilotvorhaben auf der Stadtbahnstrecke der Linien S1 und S11 umgesetzt werden.
Im Rahmen des geförderten Projekts werden vier Reisendenübergänge, an denen Fußgänger die Bahntrasse queren können, mit moderner Sicherungstechnik ausgestattet. Dazu zählen unter anderem Schrankenanlagen und Lichtzeichen, die ein hohes Sicherheitsniveau für Fahrgäste im vollautomatischen Bahnbetrieb gewährleisten sollen.
„Die AVG freut sich sehr über die Förderung für dieses wegweisende Projekt, das ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem vollautomatischen Stadtbahnbetrieb ist. Damit leisten wir einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des öffentlichen Personennahverkehrs“, sagte Christian Höglmeier, technischer Geschäftsführer der AVG. Er erhielt am Mittwoch im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus den symbolischen Förderscheck von Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU).
Über die konkrete Sicherungsfunktion hinaus hat das Projekt der AVG eine zusätzliche Dimension: Es schafft eine offene Test- und Innovationsplattform für Unternehmen und Start-ups. Diese können unter realen Betriebsbedingungen Systeme zur Umfeldüberwachung, Fahrgastzählung oder Ereigniserkennung testen. „Das bereits bestehende Interesse von Firmen und Start-ups unterstreicht die Relevanz des Vorhabens für die regionale Innovationskraft und den digitalen Strukturwandel im Bahnsektor“, so Höglmeier weiter.
Die Förderung erfolgt im Rahmen eines landesweiten Programms zur „Stärkung regionaler Innovationssysteme durch Ausbau und Modernisierung kommunaler Innovationsinfrastrukturen“. Insgesamt fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg elf Vorhaben kommunaler Einrichtungen mit rund 9,4 Millionen Euro aus Mitteln des Landes sowie des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die AVG erhält davon rund 1,06 Millionen Euro.
Wie das Ministerium bereits am 6. Mai mitteilte, werden mit den bewilligten Vorhaben Innovations-, Gründer- und Technologiezentren sowie Transferzentren in verschiedenen Regionen des Landes modernisiert und ausgebaut. Im Mittelpunkt stehen Investitionen in kollaborative Arbeitsumgebungen, Technologien für Automatisierung und Robotik, Infrastrukturen für Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen sowie Smart-Building-Lösungen. Die Infrastrukturen sollen Unternehmen und Gründern zu offenen, transparenten und diskriminierungsfreien Bedingungen zur Verfügung stehen.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de