20.05.26
Die Stadtwerke Trier (SWT) haben für einen Teil ihrer Busfahrer ein spezielles Fahrsicherheitstraining im ADAC-Fahrsicherheitszentrum Nürburgring organisiert. Die Teilnehmer absolvieren die Trainings mit ihren regulären Linienbussen und üben dabei gezielt das sichere Reagieren in Extremsituationen.
Das Training am Nürburgring ergänzt die regelmäßigen internen und externen Schulungen, die im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Berufskraftfahrerqualifikation stattfinden. Diese verpflichtet alle Inhaber eines Busführerscheins zu insgesamt 35 Stunden Weiterbildung innerhalb von fünf Jahren. Dabei werden unter anderem Themen wie Fahrgastsicherheit sowie der Umgang mit Technik und Assistenzsystemen behandelt. Mit dem zusätzlichen Praxistraining am Nürburgring gehen die Stadtwerke Trier bewusst über diese Mindestanforderungen hinaus.
Auf dem Übungsgelände trainierten die Fahrer unter anderem Notbremsungen auf nassem Untergrund, Ausweichmanöver sowie das Beherrschen des Fahrzeugs bei plötzlichem Kontrollverlust, etwa infolge von Aquaplaning oder Schneefall. Für viele Teilnehmer war es das erste Mal, dass sie sich und ihren Linienbus bewusst an die Grenzen der Fahrphysik heranwagten.
„Sicherheit spielt sowohl für unsere Fahrgäste als auch für unser Fahrpersonal eine entscheidende Rolle“, betonte Daniel Walther, Betriebsleiter bei den SWT-Verkehrsbetrieben. „Mit diesem Fahrsicherheitstraining geben wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit, in einer geschützten Umgebung kritische Fahrsituationen zu erleben und richtig darauf zu reagieren. Dieses Wissen kann im Ernstfall entscheidend sein.“
In ihrem Sicherheitskonzept setzen die Stadtwerke Trier auf die regelmäßige Qualifizierung und Schulung des Fahrpersonals. So sei das Personal nicht nur für den Straßenverkehr, sondern auch für Notfälle im Bus bestens vorbereitet. Die Leitstelle der SWT ist rund um die Uhr erreichbar und steht dem Fahrpersonal in Notfällen zur Seite.
Darüber hinaus ist die moderne Busflotte der Stadtwerke Trier mit technischen Unterstützungssystemen ausgestattet. Notbremsassistenten unterstützen die Fahrer aktiv im Straßenverkehr. Abbiegeassistenten erhöhen die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger an Kreuzungen und Einmündungen. Automatische Türsicherungssysteme verhindern Unfälle beim Ein- und Aussteigen, während Videoüberwachung im Fahrgastraum zur Sicherheit aller Mitfahrenden beiträgt.
Zudem werden alle Fahrzeuge regelmäßig gewartet und technisch geprüft – über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. So sind sämtliche Busse mit Ganzjahresreifen ausgestattet, die den sogenannten Schneegrip-Index – eine gesetzlich vorgeschriebene Mindestleistung auf Schnee – erfüllen. Darüber hinaus werde darauf geachtet, dass die Reifen deutlich mehr Profil aufweisen als die vorgeschriebene Mindestprofiltiefe.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de