28.05.26
Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Debatte um Elektroautoförderungen und Tankrabatt hat sich der Die Güterbahnen eingeschaltet und fordert ein umfassendes Programm zur Elektrifizierung von Eisenbahnstrecken. Der Verband ist der Auffassung, man solle die „staatliche Förderung fossiler Mobilität grundsätzlich überdenken“. Statt auf importierte Kohlenwasserstoffe zu setzen, müsse Deutschland seine eigene Infrastruktur ausbauen.
Verbandsgeschäftsführerin Neele Wesseln erklärt: „Wir brauchen schnell mehr Oberleitungen im Schienennetz. Auf mehr als einem Drittel des Netzes geht momentan ohne Diesel nichts. Dabei ist die Rechnung simpel: Stromantriebe sind günstiger, leiser, klimafreundlicher – und vor allem Trump- und Putin-safe. Wer Schienen elektrifiziert, bremst die Inflation und investiert direkt in unsere geopolitische Unabhängigkeit.“
Sie kritisiert zudem den aktuellen Stillstand beim Netzausbau. Die Elektrifizierung von Schienenstrecken sei in Deutschland praktisch zum Erliegen gekommen: „Der Koalitionsvertrag verspricht eine beschleunigte Elektrifizierung der Schiene – die Realität sind 28 Kilometer im Jahr 2025. Bund und DB InfraGo konzentrieren ihre Investitionen zu stark auf wenige Großprojekte und ein aufwendiges Planungsmanagement, während die Basis unserer Logistik veraltet. Endlich muß im Kanzleramt ankommen: Investieren ist günstiger und nachhaltiger als subventionieren.“
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de