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Zwanzig Jahre Berliner Hauptbahnhof

02.06.26

Der Berliner Hauptbahnhof wird zwanzig Jahre alt. Die Deutsche Bahn AG hat den größten Kreuzungsbahnhof Europas am 26. Mai 2006 offiziell eröffnet – rechtzeitig zur Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. Die ersten Züge rollten zwei Tage später durch das imposante, lichtdurchflutete Gebäude.

Der Bau geht auf ein Konzept zurück, das Anfang der neunziger Jahre zur Entwicklung der Bahnstadt Berlin beschlossen wurde. Der Hauptbahnhof bildet darin den zentralen Knotenpunkt. Die bestehende West-Ost-Achse der Stadtbahn wurde mit einer neuen Nord-Süd-Achse verknüpft, die unter dem Tiergarten verläuft. Das erleichtert vielen Reisenden dank kurzer Wege den Umstieg.

Auf 14 Gleisen machen jährlich rund 486.000 Züge an der Station Halt. 80 Geschäfte und Restaurants laden zum Shoppen und Verweilen ein. Rund 300.000 Gäste begrüßt der markante Bahnhof täglich. Und er kann auf eine bewegte Geschichte in vielen Facetten zurückblicken.

2011 erlangte der Bahnhof filmische Berühmtheit im Actionthriller Unknown Identity. Vor der Corona-Pandemie wurde 2019 ein Fahrgastrekord erreicht. Mit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine wurde der Bahnhof 2022 – wie schon sieben Jahre zuvor – erneut zum Ankunftsort für Schutzsuchende. DB-Mitarbeiter und zahlreiche Ehrenamtliche unterstützten die Menschen über Wochen hinweg.

Mit Charles III. empfing der Hauptbahnhof 2023 sogar royalen Besuch: Der britische König besuchte kurz nach seiner Thronbesteigung Deutschland.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de