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VBN legt Jahresrückblick 2025 vor

03.06.26

Der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN) blickt auf ein insgesamt erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Die Fahrgastzahlen haben sich auf einem hohen Niveau stabilisiert. Gleichzeitig entwickelten sich die Einnahmen deutlich positiv. Schwerpunktthemen von VBN und ZVBN sind das Deutschlandticket, die Überarbeitung des Tarifs, der Ausbau digitaler Vertriebswege und die zukünftige Finanzierung des Nahverkehrs.

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 187,1 Millionen Fahrgastfahrten im VBN-Land absolviert. Gegenüber 2024 entspricht dies einem leichten Rückgang um rund 300.000 Fahrten. Aktuell liegen die Fahrgastzahlen für Januar und Februar 2026 auf dem Vorjahresniveau. Im längerfristigen Vergleich zeigt sich jedoch eine klare positive Entwicklung: Gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 liegt das Fahrgastaufkommen um rund 11,7 Millionen Fahrten höher.

Die Fahrgeldeinnahmen im VBN konnten deutlich gesteigert werden. Im Gesamtjahr 2025 beliefen sich die Einnahmen auf 184,2 Millionen Euro gegenüber 168,6 Millionen Euro im Vorjahr. Für Januar und Februar 2026 liegen die Fahrgeldeinnahmen geringfügig unter dem Vorjahreswert.

Das Deutschlandticket bleibt ein wichtiger Faktor für die ÖPNV-Nutzung im Verbundgebiet. Im Jahr 2025 nutzten durchschnittlich rund 167.000 Fahrgäste pro Monat mit Wohnsitz im VBN das Deutschlandticket. Rund die Hälfte kaufte das Ticket über die Vertriebskanäle des VBN, zum Beispiel über die Fahrplaner-App. Auch das Deutschland-Semesterticket, das monatlich knapp 50.000 Studenten nutzen, trug zur positiven Entwicklung bei.

Ein besonders stabiles Segment bleibt das Jugendticket TIM. Im Jahr 2025 nutzten monatlich rund 28.000 junge Menschen dieses Angebot. Der digitale Ticketverkauf entwickelt sich dynamisch. So belief sich der Ticketumsatz in der Fahrplaner-App 2025 auf einen Gesamtjahresumsatz von 29,3 Millionen Euro. Die Fahrplaner-App wird rund eine Million Mal täglich genutzt. Mittlerweile können in der App sechs verschiedene niedersächsische Tarife erworben werden. Weitere Tarife sollen zukünftig integriert werden.

Rainer Counen, Geschäftsführer des VBN, erklärt: „Vor dem Hintergrund, dass die Finanzierung des Deutschlandtickets bis 2030 gesichert ist, arbeiten wir derzeit mit allen Beteiligten an der Überarbeitung des Tarifs. Dabei steht die Überarbeitung des Sortiments in einem ersten Schritt im Vordergrund und soll zum 1. Januar 2027 umgesetzt werden. In einem zweiten Schritt im Jahr 2027 soll auch die Tarifstruktur bezüglich der Zonen überprüft und optimiert werden.“

Christof Herr, Geschäftsführer des ZVBN, ergänzt: „So positiv es ist, dass die Finanzierung des Deutschlandtickets bis 2030 gesichert ist, besteht jetzt insbesondere für Bund und Länder die Aufgabe, die Kommunen auch finanziell in die Lage zu versetzen, das Angebot im Nahverkehr nicht nur zu sichern, sondern auch weiter auszubauen. Angesichts der Kostenentwicklungen und der Situation der kommunalen Haushalte ist dies drängender denn je.“

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de