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Neues Straßenbahnliniennetz in Essen

08.06.26

Mit dem Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag (14. Juni) setzt die Ruhrbahn die größte Neuordnung des Essener ÖPNV-Angebots seit zehn Jahren um. Ziel des „Metropolnetzes 2026 plus“ ist im ersten Schritt ein einfacheres und zukunftsfähiges Nahverkehrsnetz für das Bediengebiet Essen. Nahezu alle Straßenbahnlinien werden neu strukturiert. Gleichzeitig verändern sich die Abfahrtszeiten der U-Bahnen und Busse, um ein besser integriertes Angebot zu schaffen. Wichtige Ziele in Essen werden so künftig direkter miteinander verbunden.

Gleichzeitig schafft die Ruhrbahn bereits heute die Grundlage für zukünftige Angebotsverbesserungen, etwa die Erschließung neuer Entwicklungsgebiete, die Integration von Sanierungsprojekten wie der Steeler Straße und der Haus-Berge-Straße, den barrierefreien Ausbau von Haltestellen sowie die Umsetzung der Citybahn im Spätsommer 2026.

Die Neuordnung des Netzes ist eng mit der umfassenden Modernisierung der Infrastruktur verbunden. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Haltestellen barrierefrei ausgebaut und zentrale Streckenabschnitte modernisiert. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Infrastruktur in die Jahre gekommen ist. Das bedeutet, dass weiter gebaut werden muss und es zeitweise zu Einschränkungen kommen kann. So nutzt die Ruhrbahn unter anderem die Sommerferien in diesem Jahr für umfangreiche Maßnahmen. Die dazugehörige Informationsveranstaltung findet am 18. Juni statt.

Um diese Neuerungen gut in das bestehende Fahrplannetz zu integrieren und den Fahrgästen nicht ständig größere Änderungen zuzumuten, hat sich die Ruhrbahn entschieden, jetzt einen umfassenden Fahrplanwechsel vorzunehmen. Das entwickelte Fahrplankonzept für das Bediengebiet Essen, das am Sonntag umgesetzt wird, ist mit dem Bediengebiet der Ruhrbahn in Mülheim abgestimmt. Denn den Verantwortlichen ist bewusst, dass die Mobilitätsbedürfnisse der Bürger und Fahrgäste nicht an Stadtgrenzen enden.

Die Ruhrbahn startet ab dem morgigen 9. Juni eine intensive Informationskampagne, um ihre Fahrgäste über die Änderungen zu informieren. Dazu wird die Leitbeschilderung an neun Bahnhöfen aktualisiert. Mehr als 5.000 Fahrplanaushänge an über 1.500 Standorten im gesamten Essener Stadtgebiet werden ausgetauscht. Dies betrifft auch die Aktualisierung von über 1.500 Liniennetzplänen. Darüber hinaus werden mehr als 300 Schienennetzaufkleber in den 160 Schienenfahrzeugen erneuert. So sollen die Fahrgäste die neuen Linienführungen und Angebotsänderungen möglichst schnell verstehen und sich problemlos auf die neuen Fahrpläne einstellen können.

Die Qualität des ÖPNV-Angebots zeichnet sich auch durch Sicherheit und Sauberkeit aus. Im Zuge des Fahrplanwechsels im Bediengebiet Essen werden daher 18 stark frequentierte unterirdische Bahnhöfe und Haltestellen zusätzlich gereinigt. Dazu zählen unter anderem Essen Hauptbahnhof, Rathaus Essen, Berliner Platz, Philharmonie und Altenessen Mitte. Zusätzlich finden an neun oberirdischen Haltestellen, darunter Altenessener Bahnhof, Kronenberg, Bredeney und Sulterkamp, weitere Reinigungsarbeiten statt.

„Der umfangreiche Fahrplanwechsel ab dem 14. Juni ist ein großer Kraftakt – sowohl in unserer Planung als auch für unsere Fahrgäste, die sich auf neue Fahrzeiten einstellen müssen. Langfristig gewinnen wir dadurch jedoch eine stabile Grundlage, damit wir künftige Baustellen und Verbesserungen gezielt umsetzen können, ohne bei jeder Maßnahme das gesamte Netz neu strukturieren zu müssen“, erklärt Ruhrbahn-Geschäftsführerin und Sprecherin Linda Kisabaka.

„Unseren Fahrgästen stellen wir in unserer App, auf unserer Website sowie über Aushänge an den Haltestellen und in den KundenCentern umfassende Informationsmöglichkeiten bereit“, so Kisabaka weiter.

Simone Raskob, Geschäftsbereichsvorständin der Stadt Essen für Umwelt, Verkehr und Sport, ergänzt: „Trotz der angespannten Haushaltssituation ist ein attraktiver und funktionsfähiger ÖPNV für die Stadt Essen das Rückgrat der Lebensqualität ihrer Bürger und zugleich notwendig für die wirtschaftliche Entwicklung. Bereits im Jahr 2021 hat der Rat der Stadt mit der Verabschiedung eines neuen Liniennetzes die Grundlage für den nun folgenden großen Fahrplanwechsel gelegt. Damit wollen wir bessere Verbindungen schaffen und gleichzeitig die Voraussetzungen für weitere Verbesserungen in der Zukunft schaffen.“

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de