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Profitester in Rheinland-Pfalz

17.06.26

Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) erweitert seine Maßnahmen zur Qualitätssicherung im Schienenpersonennahverkehr. Ab Mitte Juni kommen erstmals sogenannte Profitester zum Einsatz, die die Qualität der Verkehrsleistungen anhand festgelegter Kriterien überprüfen sollen.

Bereits heute enthalten die Verkehrsverträge umfangreiche Qualitätsvorgaben für die Eisenbahnverkehrsunternehmen. Mit den zusätzlichen Erhebungen möchte der Aufgabenträger ein genaueres Bild über die tatsächliche Qualität im Betriebsalltag gewinnen.

„Ein guter SPNV trägt maßgeblich zur verlässlichen und attraktiven Gestaltung des öffentlichen Verkehrsangebotes bei und ist damit ein zentraler Bestandteil der Mobilitätswende. Aktuell erleben wir leider zu oft eine desolate Pünktlichkeit und zu viele Zugausfälle, die fast das ganze Erleben mit der Eisenbahn dominieren. In unseren Verkehrsverträgen machen wir umfangreiche Vorgaben, welche Qualität wir für ein gutes Reiseerlebnis erwarten. Saubere und moderne Fahrzeuge sowie freundlicher und ehrlicher Service gehören neben der Zuverlässigkeit ebenfalls dazu“, erklärt Thorsten Müller, Verbandsdirektor des SPNV-Nord.

Die Profitester werden die Verkehrsleistungen systematisch aus Fahrgastsicht bewerten. Dabei sollen unter anderem Sauberkeit, Kundenservice, Fahrgastinformation und weitere Qualitätsmerkmale erfasst werden.

„Mit den zusätzlichen Erhebungen durch die Profitester erhalten wir ein besseres Bild über die tatsächliche Qualität des SPNV im Alltag der Fahrgäste. Dabei sehen sich die Profitester die Qualität der Verkehrsleistungen systematisch an – und zwar aus der Sicht der Fahrgäste“, so Müller weiter.

Mit der Durchführung der Erhebungen wurde die PB Consult GmbH aus Nürnberg beauftragt. Der zugrunde liegende Vertrag hat eine Laufzeit von acht Jahren.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de