19.06.26
Die Kritik des Landes an den starken Einschränkungen des Bahnverkehrs in Sachsen-Anhalt durch Mängelstellen zeigt Wirkung. Imke Kellner, Vorstand Fahrweg der DB InfraGO AG, hat gegenüber Infrastrukturministerin Lydia Hüskens (FDP) klare Zeiträume für die Beseitigung der angesprochenen Mängel benannt. Die DB InfraGO AG und die NASA GmbH vereinbarten zudem eine Anpassung der Fahrpläne.
„Mit der temporären Anpassung der Fahrpläne wird trotz der damit verbundenen Einschränkungen zumindest wieder mehr Verlässlichkeit und Planbarkeit für die Reisenden geschaffen. Ich begrüße daher die Anpassungen der DB InfraGO AG. Gleichzeitig bleibt festzuhalten, dass derartige Einschränkungen für die Fahrgäste und Pendler nicht zum Normalzustand werden dürfen. Neben den bereits genannten Strecken haben wir auch die Verbindung Magdeburg – Wolfsburg im Blick. Die dort weiterhin hohe Zahl an Störungen und Verspätungen zeigt, dass zusätzlicher Handlungsbedarf besteht. Insofern sind die eingeleiteten Maßnahmen ein wichtiger erster Schritt. Sie ändern jedoch nichts daran, dass die derzeitige Situation für viele Fahrgäste unzumutbar ist und dauerhaft verbessert werden muss“, erklärte Lydia Hüskens.
Nach den Worten der Ministerin werden im Zeitraum vom 11. bis 17. Juli die Störungen auf der Strecke Magdeburg – Stendal behoben, wobei im Bereich der Kalihalden nahe dem Bahnhof Zielitz vorerst nicht die planmäßige Streckengeschwindigkeit erreicht werden kann. Die Fahrgeschwindigkeit der Züge wird von derzeit 20 auf 50 Kilometer pro Stunde angehoben. Die Verlängerung der Fahrzeit liegt dann im Bereich von etwa einer Minute, was vorerst durch Fahrzeitreserven im Fahrplan ausgeglichen werden kann.
Die Mängel zwischen Güterglück und Zerbst werden im Zeitraum vom 19. Juli bis 31. August unter vollständigem Ausfall aller RE13/RE14 mit Schienenersatzverkehr zwischen Gommern und Dessau Hbf beseitigt. Da die wesentliche Mängelbeseitigung erst in mehr als einem Monat im Rahmen einer länger geplanten Instandhaltungs- und Investitionsmaßnahme erfolgt, konnte die landeseigene Nahverkehrsservicegesellschaft (NASA GmbH) mit der DB InfraGO AG bis dahin eine kurzfristige Anpassung der Fahrpläne vereinbaren, die wieder einen planbaren Verkehr ermöglicht.
Vom 9. Juni bis 18. Juli enden und beginnen die Züge der RE-Linie 13 Leipzig – Magdeburg zwischen 6.45 Uhr und 20.30 Uhr statt in Magdeburg Hbf in Biederitz, wie es in den vergangenen Tagen bereits operativ, jedoch ohne offizielle Fahrplanregelung, gehandhabt wurde. In den elektronischen Fahrplanauskunftsmedien wird die Änderung seit der Aktualisierung vom 10. Juni berücksichtigt. Die Fahrzeiten der Züge werden an die Infrastruktursituation angepasst. Die Abfahrten des RE13 in Richtung Leipzig erfolgen zwischen Biederitz und Güterglück vier Minuten früher als gewohnt. In Richtung Biederitz fahren die Züge ab Güterglück etwa eine Viertelstunde später.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de