22.06.26
Zehn Jahre nach dem Start des Elektronetzes Mittelsachsen (EMS) ziehen der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) und die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) eine positive Bilanz: Das Angebot hat sich zu einem tragenden Pfeiler des Schienenpersonennahverkehrs in Sachsen entwickelt.
Über 10,5 Millionen Fahrgastfahrten wurden im Jahr 2024 im EMS absolviert – so viele wie nie zuvor. Auch 2025 blieb das hohe Niveau trotz umfangreicher Bauarbeiten im Netz mit rund 9,6 Millionen Fahrten bestehen. Für das laufende Jahr 2026 wird erneut mit einem starken Fahrgastaufkommen gerechnet. Damit bestätigt sich das Elektronetz als zuverlässiges und attraktives Mobilitätsangebot für Pendler sowie für Freizeit- und Geschäftsreisende in der Region.
Mit dem Betriebsstart am 12. Juni 2016 wurde das Elektronetz Mittelsachsen grundlegend neu aufgestellt. Erstmals kam in Ostdeutschland ein kommunales Fahrzeugpool-Modell zum Einsatz – ein bundesweit beachteter Ansatz. Dabei wurden die Fahrzeuge nicht von den Verkehrsunternehmen selbst beschafft, sondern durch den Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) mit Unterstützung des Freistaates Sachsen finanziert und bereitgestellt. Auf dieser Grundlage konnten 29 moderne Elektrotriebzüge vom Typ Alstom Coradia Continental in Betrieb gehen.
Die MRB übernahm zentrale Strecken wie die Sachsen-Franken-Magistrale zwischen Dresden und Hof sowie die Verbindung Chemnitz–Elsterwerda und entwickelte das Angebot auf den Linien RE 3, RB 30 und RB 45 kontinuierlich weiter. Durch neue attraktive Tarifangebote wie das „Guten-Tag-Ticket“, das Tourenticket und das Best-Preis-Ticket konnte die Attraktivität des Netzes auch über Verbundgrenzen hinweg weiter erhöht werden.
Heute profitieren Fahrgäste von einem weitgehend durchgängigen Stundentakt auf zentralen Strecken sowie abgestimmten Wochenend- und Feiertagskonzepten. Auch bei der Qualität setzt das Elektronetz Mittelsachsen Maßstäbe im Schienenpersonennahverkehr: Über die vergangenen Jahre hinweg wurde eine durchschnittliche Pünktlichkeit von über 92 Prozent erreicht. Damit liegt das Netz auf einem hohen Niveau im bundesweiten Vergleich.
Trotz wachsender Herausforderungen durch Baustellen im Netz steht das EMS somit für ein besonders verlässliches und kundenorientiertes Mobilitätsangebot. Eine serviceorientierte Kundenbetreuung in den Zügen, persönliche Beratung in den Kundencentern in Chemnitz, Zwickau, Glauchau und Döbeln sowie kontinuierlich ausgebaute Echtzeitinformationen tragen zusätzlich zur hohen Qualität des Angebots bei.
„Das Elektronetz Mittelsachsen steht für einen modernen, zuverlässigen und kundenorientierten Nahverkehr. Die positive Entwicklung der Fahrgastzahlen zeigt, dass wir gemeinsam mit der MRB die richtigen Impulse gesetzt haben“, sagt VMS-Geschäftsführer Mathias Korda. Ziel bleibt es, das Angebot zu verbessern, die Digitalisierung voranzutreiben und den SPNV als klimafreundliche und zuverlässige Verkehrsalternative zu stärken.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de