23.06.26 d
Am vorletzten Sonntag war das inhabergeführte Eisenbahnverkehrsunternehmen Die Regionenbahn GmbH erneut auf besonderer Mission unterwegs: mit Abnahmefahrten für die Hermann-Hesse-Bahn im Bahnhof Renningen und auf der DB-Strecke zwischen Renningen und Weil der Stadt. Damit die Züge der Hermann-Hesse-Bahn künftig durchgehend von Calw über Weil der Stadt bis nach Renningen fahren können, waren umfangreiche Anpassungen an der dortigen Bestandsinfrastruktur der DB erforderlich.
Im Bahnhof Renningen wurde etwa 200 Meter westlich der bestehenden Bahnsteige ein neuer Bahnsteig mit Stumpfgleis (Gleis 4) errichtet, dessen Signaltechnik nun an das Bestandsstellwerk der DB angeschlossen wurde. Auf der Strecke zwischen Renningen und Weil der Stadt wurden zusätzliche Blocksignale gebaut, die eine noch dichtere Zugfolge ermöglichen.
Vor der Inbetriebnahme dieser Anlagen musste deren korrekte Funktion durch umfangreiche Testfahrten unter Aufsicht eines Abnahmeprüfers nachgewiesen werden. Zum Einsatz kam ein vom SWEG-Betriebsteil Ringzug (Immendingen) gemieteter Dieseltriebwagen vom Typ Regio-Shuttle (VT 019, ex Breisgau-S-Bahn). Der Testzug fuhr mehrfach im Pendelverkehr zwischen Renningen und Weil der Stadt – im Baugleis und mit 20 km/h – hin und her, bis der Abnahmeprüfer grünes Licht erteilte.
Bereits am Folgetag, dem Sonntag, 14. Juni 2026, gingen Gleis 4 in Renningen sowie die neuen Blocksignale an der Überleitstelle Rankmühle planmäßig in Betrieb. Da diese Abnahmefahrten unter dem Schutz einer Betriebs- und Bauanweisung (Betra) und im Baugleis durchzuführen waren, kam – wie bereits am 17. und 18. Januar 2026 bei den ersten Abnahmefahrten auf der Strecke der Hermann-Hesse-Bahn nach Calw – erneut die Regionenbahn GmbH als spezialisiertes und fachkundiges Eisenbahnverkehrsunternehmen zum Einsatz.
Solche Fahrten unter besonderen Betriebsbedingungen erfordern eine sorgfältige Vorbereitung durch die Eisenbahnbetriebsleitung des Eisenbahnverkehrsunternehmens in enger Abstimmung mit der Betriebs- und Projektleitung, den Technischen Berechtigten und den Abnahmeprüfern des Infrastrukturbetreibers.
Eine besondere Herausforderung war diesmal die äußerst knappe Vorbereitungszeit: Die Fahrten waren mit einem Vorlauf von lediglich drei Wochen zu organisieren. Gemeinsam und in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit ihren Kooperationspartnern hat die Regionenbahn GmbH diese Fahrten auf die Beine gestellt.
Das Fahrzeug stellte in bewährter Weise die SWEG – Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH bereit. Die betriebliche Durchführung auf dem Streckennetz der DB InfraGO übernahm der Kooperationspartner CRS Cargo Rail Solutions, ein auf Ferngüterverkehr und Überführungsfahrten spezialisiertes Eisenbahnverkehrs- und Dienstleistungsunternehmen aus Delitzsch, mit dem die Regionenbahn GmbH inzwischen in verschiedenen Projekten eng zusammenarbeitet.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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58453 Witten
Quelle: Zughalt.de