29.06.26
Der Mainzer Stadtrat hat in der vergangenen Woche einen weiteren wichtigen Grundsatzbeschluss für den Ausbau des Mainzer Straßenbahnnetzes gefasst. Mit dem Beschluss setzt er die bereits 2020 und 2023 gefassten Grundsatzentscheidungen zum Ausbau des Mainzer Straßenbahnnetzes fort und legt die nächsten Planungsschritte für die Anbindung des Heiligkreuz-Viertels und der Uniklinik fest.
Der Beschluss beinhaltet noch keine Festlegung auf eine konkrete Streckenführung oder Vorzugsvariante. Vielmehr werden die Mainzer Mobilität und die Stadtverwaltung beauftragt, offene fachliche Fragestellungen vertieft zu untersuchen und die verschiedenen Streckenoptionen weiter auszuarbeiten. Ziel ist es, eine belastbare Grundlage für spätere politische Entscheidungen zu schaffen.
Mit dem Beschluss bekräftigt der Stadtrat das Ziel, das Mainzer Straßenbahnnetz entsprechend dem Grundsatzbeschluss aus dem Jahr 2020 weiterzuentwickeln. Das Teilprojekt zur Anbindung des Heiligkreuz-Viertels bleibt dabei ein wesentlicher Bestandteil des Gesamtvorhabens.
Zudem unterstützt der Stadtrat die fachliche Einschätzung von Mainzer Mobilität und Stadtverwaltung, die neue Straßenbahnstrecke bereits ab dem Abschnitt Hauptbahnhof West zu entwickeln. Dadurch soll das bestehende Netz entlastet, die Resilienz des Straßenbahnverkehrs gestärkt und die Uniklinik direkt an das Straßenbahnnetz angebunden werden.
Auf Grundlage der bisherigen Variantenuntersuchungen wurde außerdem die Trassenführung entlang der Langenbeckstraße als vorrangig zu vertiefende Planungsoption bestätigt. Die Mainzer Mobilität und die Stadtverwaltung wurden beauftragt, die damit verbundenen fachlichen, technischen und genehmigungsrechtlichen Fragestellungen weiter auszuarbeiten.
Darüber hinaus spricht sich der Stadtrat dafür aus, im weiteren Verfahren auch eine Verlängerung der Streckenführung über die Anbindung des Heiligkreuz-Viertels hinaus nach Weisenau und zur Frankenhöhe zu betrachten. Welche konkreten Streckenführungen hierfür infrage kommen und wie diese zu bewerten sind, soll Gegenstand der weiteren Untersuchungen sein.
Die Projektverantwortlichen betonen dabei ausdrücklich, dass im Bereich der Frankenhöhe auch Varianten betrachtet werden, die nicht über die Bodenheimer Straße und den zentralen Platz Hewwel führen.
Im Zuge der weiteren Untersuchungen sollen auch mögliche Betriebskonzepte für Bus und Straßenbahn betrachtet werden, um bestehende und künftige Mobilitätsbedürfnisse in den betroffenen Stadtteilen bestmöglich zu berücksichtigen.
Im weiteren Verfahren sollen zudem die Auswirkungen der verschiedenen Streckenoptionen auf den Straßenraum vertieft untersucht werden. Dabei stehen insbesondere Fragen des Baumbestands, der Grünflächen, der denkmalgeschützten Bereiche, des ruhenden Verkehrs sowie die Belange des Fuß- und Radverkehrs im Fokus. Dabei soll eine verkehrliche Bevorrangung des kommunalen Schienenverkehrs mit eingeplant werden.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de