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MVV: MyRadl wird nachgefragt

30.06.26

Seit dem Start des regionalen Bikesharing-Systems am 7. Mai in der Landeshauptstadt München und in den 36 umliegenden Städten und Gemeinden wurden knapp 116.200 Fahrten mit MyRadl zurückgelegt, etwa ein Drittel davon mit Pedelecs. Die Auswertungen nach etwas mehr als einem Monat zeigen, dass MyRadl vor allem für kurze Wege im Alltag genutzt wird – etwa zur Anbindung an Bus und Bahn, für Strecken innerhalb der Stadt oder Gemeinde oder zwischen den Landkreisen. Damit leistet MyRadl einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Mobilität im MVV-Raum.

MyRadl wurde im Durchschnitt 19 Minuten je Fahrt genutzt, die durchschnittlich zurückgelegte Fahrstrecke lag bei 2,4 Kilometern. Es ist seit dem Systemstart in der MVV-App, der MVGO und der nextbike-App verfügbar. Nach einer einmaligen Registrierung in einer dieser Apps kann der QR-Code am Hinterrad des Fahrrads gescannt und die Fahrt gestartet werden.

Alle MyRadl-Standorte sind auf der interaktiven Karte in allen drei Apps und auf myradl.de zu finden. Dort wird angezeigt, innerhalb welcher Flächen die Fahrradmiete wieder beendet werden muss: Außerhalb von München gibt es meist eine Stele oder ein Schild für den Mobilitäts- oder Radpunkt, manchmal auch Bodenmarkierungen oder Fahrradabstellanlagen.

MVV-Geschäftsführer Bernd Rosenbusch zeigt sich zufrieden mit der ersten Phase der Fahrradsaison: „MyRadl ist super gestartet, sowohl die klassischen Räder als auch die Pedelecs werden fleißig genutzt, besonders auf dem Weg von und zu den Haltestellen und Bahnhöfen. Die MVV-App, die MVGO und die nextbike-App konnten den hohen Buchungsansturm wunderbar bewältigen, und durch die Integration der Buchungs- und Bezahlmöglichkeit in den Apps haben wir Bus, Bahn und Fahrrad nicht nur bei der Nutzung vereint, sondern auch den Weg zu MyRadl maximal vereinfacht.“

In München nutzt MyRadl die sogenannten „geteilten Abstellflächen“. Erkennbar sind diese an einer weiß-grünen Umrandung der Flächen sowie an Schildern und Bodenmarkierungen mit Fahrzeugsymbolen. Zusätzlich gibt es rein virtuelle Standorte, die in den Apps angezeigt werden. Wird das Fahrrad nicht innerhalb eines MyRadl-Standortes abgestellt, werden zwanzig Euro Servicegebühr fällig.

Die Nutzung von MyRadl ist im Basistarif ab einem Euro pro 30 Minuten für ein klassisches Fahrrad möglich, ab drei Euro pro 30 Minuten für ein E-Bike. Besonders attraktiv ist MyRadl für ÖPNV-Abonnenten: Sie fahren die ersten 30 Minuten pro Ausleihe eines klassischen Fahrrads kostenlos, beim E-Bike kostet die erste halbe Stunde 1,50 Euro. Um die Vergünstigungen zu nutzen, muss einmalig die entsprechende Abo-Nummer hinterlegt werden. Außerdem gibt es Monats- und Jahresabos.

Sebastian Popp, CEO der nextbike GmbH: „Unser Angebot hat sich durchgesetzt, weil es das wirtschaftlichste war und deutlich unter dem zuvor geschätzten Budgetrahmen lag. Das zeigt, dass sich Qualität und Wirtschaftlichkeit nicht ausschließen müssen.“

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de