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ÖBB: Ausbau der Weststrecke

01.07.26

Ein Balanceakt der besonderen Art ist den ÖBB in der vergangenen Woche gelungen. Dort, wo sich zwei Hauptverkehrswege kreuzen – die Weststrecke und die Autobahn A25 –, haben die ÖBB eine neue Eisenbahnbrücke erfolgreich über die Autobahn A25 in ihre endgültige Position verschoben. Bereits zwei von drei Eisenbahnbrücken über die A25 wurden nach rund 50 Einsatzjahren modernisiert. Zur Erweiterung auf vier Gleise wurde nun eine zusätzliche Brücke in ihre Endlage gebracht.

Das Tragwerk für die neue Eisenbahnbrücke wurde in den vergangenen Monaten bereits neben der Trasse im Bereich Wels-Maxlhaid hergestellt. So viel wie 2.000 Elefanten – rund 3.500 Tonnen – bringt die elegante, graue Stabbogenbrücke in ihrer Endlage auf die Waage.

Verschoben wurde die Brücke mithilfe einer speziellen Gleitbahntechnologie. Ein hydraulisches Fluid-System mit Stickstoffunterstützung reduzierte die Reibung erheblich und ermöglichte das kontrollierte Verschieben des Bauwerks. Sogenannte Jack-up-Türme hoben die Brücke an, führten sie während des gesamten Vorgangs präzise und sorgten für die notwendige Stabilität, sodass die Endposition millimetergenau erreicht werden konnte.

Das Einschieben der Brücke zählt zu den innovativen Meilensteinen beim viergleisigen Ausbau der Weststrecke. Aufgrund der Vormontage 400 Meter von der endgültigen Lage entfernt konnte die Brücke ohne Streckensperre und Schienenersatzverkehr gebaut werden.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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58453 Witten
Quelle: Zughalt.de