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ÖBB stellt neuen Rahmenplan vor

02.07.26

Die ÖBB setzen mit dem neu beschlossenen Rahmenplan für 2027 bis 2032 ihren Investitionskurs in ein modernes, leistungsfähiges und zuverlässiges Bahnnetz für morgen fort. Geplant sind dafür Investitionen in Höhe von 19,5 Milliarden Euro. Der Rahmenplan bildet die finanzielle Grundlage für zentrale Vorhaben in der Bahninfrastruktur und stellt sicher, dass auch unter anspruchsvollen budgetären Rahmenbedingungen weiterhin gezielt in jene Projekte investiert wird, die für Stabilität, Qualität und Kapazität im System Bahn entscheidend sind.

„Im Mittelpunkt des Rahmenplans stehen die Menschen, die täglich auf ein verlässliches Bahnangebot angewiesen sind. Es ist uns gelungen, den ÖBB-Rahmenplan trotz Konsolidierungsbeiträgen auf einem sehr hohen Niveau für die nächsten sechs Jahre zu halten. Investitionen von rund drei Milliarden Euro pro Jahr sind ein klares Bekenntnis zum Ausbau der Bahn, zum Wirtschaftsstandort Österreich und zum Vorantreiben der Mobilitätswende“, so Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ).

„Auch die ÖBB leisten einen Beitrag zur Budgetkonsolidierung. Sparen heißt aber nicht stoppen: Jedes begonnene Bauprojekt wird fertig gebaut. Und sparen heißt auch, dass Projekte priorisiert werden. Jeder investierte Euro wird dort eingesetzt, wo er die größte Verkehrswirkung entfaltet. Mit dem neuen Rahmenplan bauen die ÖBB weiter an einer starken und verlässlichen Schieneninfrastruktur der Zukunft“, betont ÖBB-CEO Andreas Matthä.

Der Fokus liegt im neuen Rahmenplan auf einer achsenorientierten Betrachtung des Netzes: Vorhaben entlang wichtiger Strecken werden so aufeinander abgestimmt, dass sie einander in ihrer Wirkung verstärken. Davon profitieren Reisende langfristig durch mehr Pünktlichkeit, höhere Zuverlässigkeit, bessere Anschlüsse, attraktivere Umstiege und kürzere Fahrzeiten. Gleichzeitig hilft die Bündelung von Maßnahmen dabei, Baustellen effizienter abzuwickeln und den laufenden Bahnbetrieb so stabil wie möglich zu halten.

Zu den zentralen Schwerpunkten des Rahmenplans zählen der Ausbau und die Attraktivierung bestehender Infrastruktur, moderne Systeme für Zugsicherung und Betriebsführung sowie laufende Reinvestitionen in Netz und Anlagen. Damit werden sowohl Kapazitäten im Personen- und Güterverkehr gesichert als auch die Voraussetzungen geschaffen, den Eisenbahnbetrieb durch Digitalisierung und Modernisierung stabil in die Zukunft zu führen.

Unverändert auf Schiene sind essenzielle Bauvorhaben wie zum Beispiel der Semmering-Basistunnel mit der geplanten Inbetriebnahme 2029 oder damit eng verknüpft die laufende Erneuerung der Semmering-Bergstrecke zwischen Gloggnitz und Mürzzuschlag bis 2028. Ergänzend dazu sind auch der Umbau des Wiener Neustädter Nordkopfs (bis 2029), das Upgrade der Wiener S-Bahn inklusive Zulaufstrecken (bis 2027) und die Attraktivierung der Verbindungsbahn (bis 2036) weiter im Zeitplan. Der Brenner-Nordzulauf soll bis 2039 fertiggestellt werden.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de