03.07.26
Um Abhängigkeiten zu minimieren und damit die Pünktlichkeit und Verlässlichkeit des Gesamtbetriebs für die Fahrgäste zu steigern, hat die Eurobahn in Abstimmung mit dem Aufgabenträger NWL und dem KC ITF NRW im Dezember 2025 die Linien RB 69 und RB 89 getrennt. Bis dahin fuhren sie auf dem Streckenabschnitt zwischen Hamm und Münster gekuppelt und beeinflussten sich gegenseitig, wenn es zu Verspätungen kam.
Ein halbes Jahr nach dieser Maßnahme verzeichnet das Eisenbahnverkehrsunternehmen eine positive Bilanz: Vor allem dispositiv wirkt sich das neue Konzept, das die Trennung der Linien in Hamm eingeführt hat, stabilisierend aus und damit auch positiv auf die Fahrgäste. Störungen, die eine der beiden Linien betreffen, schränken nicht mehr automatisch auch die Fahrgäste der anderen Linie ein.
Besonders während intensiver Phasen mit baustellenbedingten Beeinträchtigungen ist dieser Vorteil für die Fahrgäste der nicht betroffenen Linie deutlich spürbar. Auf der Linie RB 69 ist eine Steigerung der Pünktlichkeit um 13 Prozent zu erkennen. Dies ist ein deutlicher Effekt davon, dass sie nicht mehr durch die infrastrukturell bedingten Verspätungen der RB 89 beeinflusst wird.
Auch die Befürchtung, dass Fahrgäste den Anschluss zwischen RB 69 und RB 89 in Hamm verpassen, hat sich nicht bewahrheitet. 92 Prozent aller Verbindungen konnten eingehalten werden, in 74 Prozent der Fälle standen sieben Minuten Umsteigezeit zur Verfügung.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de