03.07.26
Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) begrüßt die bevorstehende Korridorsanierung der rechten Rheinstrecke als wichtigen Schritt zur Modernisierung einer der bedeutendsten Eisenbahnachsen in Rheinland-Pfalz und eines zentralen europäischen Schienenkorridors.
Positiv bewertet der SPNV-Nord, dass die Korridorsanierung über die reine Erneuerung von Gleisen, Weichen, Oberleitungen und weiteren Anlagen hinausgeht. Vorgesehen sind zusätzliche Überleitstellen, neue Weichenverbindungen, die Nachrüstung bisher fehlender Signale sowie weitere Abschnitte mit Gleiswechselbetrieb.
„Diese Maßnahmen versprechen den größten langfristigen Nutzen für die Betriebsqualität. Sie erhöhen die Flexibilität und helfen, Verspätungen bei Störungen und Baustellen künftig besser aufzufangen“, erklärt Verbandsdirektor Thorsten Müller. „Die Investitionen schaffen die Grundlage für einen Schienenverkehr, der künftig stabiler, leistungsfähiger und zuverlässiger ist“, erklärt Verbandsvorsteher Landrat Achim Hallerbach (CDU) aus dem Landkreis Neuwied.
Zugleich verbindet der SPNV-Nord seine Unterstützung mit klaren Erwartungen: „Für Fahrgäste, Eisenbahnverkehrsunternehmen und Aufgabenträger ist entscheidend, dass alle Maßnahmen vollständig umgesetzt werden und die Strecke planmäßig wieder in Betrieb gehen kann“, betont Thorsten Müller.
Für die Zeit der Sperrung vom 10. Juli bis 12. Dezember 2026 wurde gemeinsam mit den Partnern in Hessen und Nordrhein-Westfalen ein umfangreiches SEV-Konzept entwickelt. Die Busverbindungen schaffen neue Reiseketten, zum Beispiel von Neuwied nach Andernach mit Anschluss an den RE 5 nach Köln, und verkehren auf einzelnen Abschnitten in einem dichten 15-Minuten-Takt.
„Der rechtsrheinische SEV ist gemeinsam mit allen Partnern gut geplant worden. Nun kommt es darauf an, dass die Verkehrsunternehmen vom ersten Tag an eine verlässliche Leistung erbringen“, so Hallerbach.
Auch zahlreiche Bahnhöfe und Haltepunkte entlang der Strecke werden modernisiert. Verbesserungen bei Ausstattung, Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit und Fahrgastinformation schaffen aus Sicht des SPNV-Nord einen erheblichen Mehrwert. „Ohne die Bündelung der Maßnahmen im Rahmen der Korridorsanierung wäre bei vielen Stationen noch über Jahre unklar geblieben, wann notwendige Modernisierungen umgesetzt werden können“, sagt Hallerbach. „Es ist wichtig, Verbesserungen an Strecke und Stationen gleichzeitig voranzubringen, damit sie für die Bundesgartenschau 2029 zur Verfügung stehen.“
Im ersten Halbjahr 2027 folgt während einer dreiwöchigen Sperrung der digitale Lückenschluss zwischen Lahnstein und Neuwied. Mit einem modernen digitalen Stellwerk und weiteren Verbesserungen kann die rechte Rheinstrecke anschließend vollständig digital gesteuert werden. „Künftig kann der Abschnitt von Oberlahnstein bis Unkel aus einem regionalen Großstellwerk vor Ort betrieben werden“, so Müller.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de