06.07.26
Die Berliner Verkehrsbetriebe AöR treibt die Elektrifizierung ihrer Busflotte voran. Bis 2027 kommen 270 zusätzliche Elektrobusse hinzu. Insgesamt werden damit rund 550 elektrisch betriebene Fahrzeuge auf Berlins Straßen unterwegs sein. Das stärkt die Betriebsstabilität und verbessert das Angebot für Fahrgäste: Die neuen Busse bieten mehr Platz und Komfort auf ihren täglichen Fahrten.
Mehr Elektrobusse brauchen auch mehr Möglichkeiten zum Laden. Ein wichtiger Meilenstein dafür ist nun erreicht: An der Busendhaltestelle am S-Bahnhof Marzahn startet der Testbetrieb einer neuen Schnellladestation. Die Busse der Linien X54, 191, 195 und 291 können hier ab sofort unkompliziert Energie für die weitere Fahrt nachladen und so deutlich länger im Fahrgastbetrieb bleiben. Die eingesetzte Technik ist eine zentrale Voraussetzung für den Einsatz der wachsenden E-Busflotte und legt den Grundstein für den weiteren Ausbau im Berliner Stadtgebiet.
Marc Hermann, BVG-Vorstand für Technik und Infrastruktur: „Jeder neue Ladepunkt bringt uns einer emissionsfreien Busflotte näher. Dank der neuen Infrastruktur laden wir unsere Busse hocheffizient direkt im laufenden Betrieb: Die Fahrzeuge tanken einfach während der regulären Pausen Energie und fahren sofort weiter. Das macht uns im Alltag maximal flexibel und effizient.“
Die neuen Schnellladestationen ergänzen die Ladeinfrastruktur auf den Betriebshöfen der BVG AöR. Insgesamt sollen berlinweit Schnellladestationen an 20 ausgewählten Endhaltestellen entstehen. Sechs davon befinden sich derzeit im Bau. Schritt für Schritt können so immer mehr Elektrobusse eingesetzt werden – zum Vorteil der Fahrgäste und des gesamten Berliner Nahverkehrs.
Claudia Elif Stutz (CDU), Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr: „Unser Ziel ist ein öffentlicher Nahverkehr, der klimafreundlich, modern und alltagstauglich ist. Wir unterstützen die BVG mit insgesamt 160 Millionen Euro beim konsequenten Umstieg auf Elektrobusse – und dieses Engagement geht weiter: Auch 2026 fördert das Bundesverkehrsministerium bundesweit Verkehrsbetriebe, die auf klimafreundliche Busse umsteigen.“
Bis 2027 soll etwa ein Drittel der rund 1.500 Fahrzeuge umfassenden BVG-Flotte elektrisch unterwegs sein. Mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet sowie den neuen E-Busbetriebshöfen in der Säntisstraße und in Treptow schafft die BVG AöR die notwendigen Voraussetzungen für dieses Ziel.
Der Umstieg der BVG-Flotte auf Elektromobilität wird im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr“ mit insgesamt 160 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert. Die Fördermittel werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die Aufbau- und Resilienzfazilität (ARF) der Europäischen Union im Programm NextGenerationEU bereitgestellt. Ohne Fördermittel ist die Finanzierung des Dieselausstiegs für die BVG AöR nicht darstellbar.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de