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Hessen: Verbände fordern Notkonzept

07.07.26

Entscheidende Veränderungen grundsätzlicher Art fordern der VCD und Pro Bahn in Hessen als Reaktion auf die Böschungsbrände im Bereich Karben/Wöllstadt an mehreren Stellen auf acht Kilometern der Main-Weser-Bahn sowie den gleichzeitigen Stellwerksausfall. Es braucht neben Notfallplänen vor allem ein vertrauenswürdiges Informationsmanagement. Dafür machen die Verbände sowohl den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) als auch die hessische Landespolitik verantwortlich.

Kurzfristig fordern sie, die Zahl der SEV-Busse zu verdreifachen. Es sei ein Skandal, dass man lediglich zehn Ersatzbusse bereitstellen konnte. Die Personenbeförderung breche aktuell zusammen, die Menschen seien wegen der Hitze zusätzlich gereizt.

Darüber hinaus fordern sie eine Taskforce für die Information von Mitarbeitern und Fahrgästen. Was man dort konkret erleben konnte, „spottet jeglicher Beschreibung“. So wurden Ersatzbusse mit konkretem Fahrplan ausgewiesen, die nicht fuhren. Die DB-App verzeichnete noch die meisten Züge zwischen Frankfurt und Gießen als regulär verkehrend, obwohl die Strecke schon längst gesperrt war. Am Bahnhof Bad Nauheim empfahl die Anzeige den Fahrgästen, in die Aushangfahrpläne zu schauen, obwohl diese lediglich den Regelfahrplan enthielten. Die Hessische Landesbahn (HLB) hat die Fahrgastinformation für ihre Züge auf ihrer Website vorbildlich umgesetzt, während die DB AG ihre Auskunftsmedien nicht aktualisieren konnte.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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58453 Witten
Quelle: Zughalt.de