07.07.26
Die Reaktivierung der Siemensbahn nimmt Formen an. In der letzten Woche begannen erste Arbeiten. Dabei geht es zunächst um die Sanierung des Stahlviadukts. Die ersten Arbeiten laufen auf einem Testfeld, auf dem zentrale Verfahren für die Instandsetzung des Stahlviadukts untersucht werden. Das denkmalgeschützte Viadukt stammt aus dem Jahr 1928 und besteht aus insgesamt 71 Einzelbauwerken.
Nach jahrzehntelanger Stilllegung gibt es umfangreiche Schäden. Dazu zählen Verformungen, Korrosionsschäden, beschädigte Lager sowie Defizite bei der Entwässerung und am Tragwerk. Die im Testfeld gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für den anschließenden Bauablauf des Gesamtprojekts. Im Zuge der Ertüchtigung des Stahlviadukts bleibt ein Großteil der historischen Substanz erhalten und wird denkmalgerecht instand gesetzt. Die bestehenden Unterbauten werden weitgehend weitergenutzt. Gleichzeitig wird die Strecke für einen modernen Bahnbetrieb hergerichtet – mit zwei Gleisen und zeitgemäßer technischer Ausstattung.
Christoph Heuing, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg, zeigt sich zufrieden mit der nun konkret werdenden Planung: „Städtebau und ÖPNV-Ausbau greifen an diesem Ort vorbildlich ineinander. Während nebenan der neue Wohn- und Innovationsstandort Siemensstadt Square entsteht, startet hier am Viadukt ein neuer Meilenstein im Projekt i2030 für die Reaktivierung der Siemensbahn.“
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de